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Interesse an Ökostrom hat nachgelassen

Das Interesse an Ökostrom lässt offenbar nach. Dabei kann sich ein Wechsel durchaus auszahlen. Wie finden Verbraucher einen günstigen und passenden Tarif?
Wer sich für Ökostrom entscheidet, schont nicht nur die Umwelt. Laut Verifox ist bei einem Jahresverbrauch von 4000 kWh eine Ersparnis von 300 Euro möglich. Foto: Ingo Wagner Wer sich für Ökostrom entscheidet, schont nicht nur die Umwelt. Laut Verifox ist bei einem Jahresverbrauch von 4000 kWh eine Ersparnis von 300 Euro möglich.
Heidelberg. 

Verbraucher interessieren sich weniger für Ökostrom. Darauf lässt zumindest eine Auswertung von Daten des Vergleichsportals Verivox schließen.

Demnach entschieden sich 2017 bei einem Stromanbieterwechsel über das Portal insgesamt 36 Prozent der Verbraucher für einen Ökostromtarif. 2012 lag dieser Anteil bei 76 Prozent.

Das Interesse an Ökostrom ist zudem regional höchst unterschiedlich. In Berlin (53 Prozent) und Hamburg (51 Prozent) entscheiden sich Verbraucher häufiger für grünen Strom, in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz (jeweils rund 32 Prozent) sowie dem Saarland (33 Prozent) hingegen seltener.

Dennoch kann sich laut Verivox im Vergleich zu den Strompreisen in der örtlichen Grundversorgung der Wechsel zu einem Ökostromtarif lohnen. Wer sich noch nie um einen günstigeren Stromtarif gekümmert hat, kann bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden im bundesdeutschen Durchschnitt aktuell bei Ökostromanbietern rund 300 Euro einsparen.

Wer wechseln möchte, kann dazu Tarifrechner im Internet nutzen, erklärt die Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam. Damit erhält man nach Eingabe des persönlichen Jahresverbrauchs und der Postleitzahl eine Übersicht über die Preise verschiedener Versorger.

Verbraucher sollten idealerweise verschiedene Rechner nutzen, da sich die Portale auch über Provisionen finanzieren. Zudem ist es ratsam, die Angebote immer noch einmal auf der Homepage des Anbieters zu recherchieren.

Auch die möglichen Voreinstellungen und Filter sollten überprüft werden. Es ist zum Beispiel sinnvoll, sich die Tarife ohne mögliche Bonuszahlungen anzeigen zu lassen, weil sie häufig an Bedingungen geknüpft sind und nur einmalig gelten.

(dpa)
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