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Oft zu großes Vertrauen in Versicherungsstipps von Bekannten

Wer bei Finanzangelegenheiten Hilfe sucht, hört sich häufig zuerst im Bekanntenkreis um. Manchmal findet sich dort auch jemand, der kompetente Tipps geben kann. Allerdings kann die Beratung durch einen Freund auch schnell schiefgehen.
Auch wenn man mit dem Versicherungsmakler befreundet ist, sollte man ihm nicht blind vertrauen. Das zeigt ein Fall, auf den die Verbraucherzentrale Hamburg hinweist. Foto: Patrick Pleul Auch wenn man mit dem Versicherungsmakler befreundet ist, sollte man ihm nicht blind vertrauen. Das zeigt ein Fall, auf den die Verbraucherzentrale Hamburg hinweist.
Hamburg. 

Versicherte sollten sich nicht blind auf Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis verlassen. Besteht zum Vermittler eine freundschaftliche oder gar familiäre Beziehung, haben Verbraucher nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hamburg oft ein zu großes Vertrauen in Vorschläge.

Die Empfehlungen zahlen sich nicht immer aus. Ein Beispiel aus der Beratungspraxis der Verbraucherschützer: Eine Kundin hatte bei einem befreundeten Vermittler zwei Rentenversicherungsverträge abgeschlossen. Nachdem in den ersten fünf Jahren der Vertragslaufzeit ein Großteil der Abschlusskosten von der Frau bezahlt war, empfahl ihr der Vermittler einen weiteren Vertrag.

Zuvor sollte sie jedoch die beiden alten Verträge kündigen oder beitragsfrei stellen. Aus Sicht der Verbraucherschützer bietet die weitere Versicherung der Kundin aber keinerlei Vorteil. Möglicherweise wollte der Vermittler einzig und allein Abschlussprovisionen kassieren.

Gut zu wissen: Fällt nach der Sichtung der Unterlagen auf, dass ein Versicherungsvertrag doch kein gutes Geschäft ist, können Kunden diesen binnen 14 Tagen widerrufen. Bei Lebens- und Rentenversicherungen beträgt diese Frist sogar 30 Tage.

(dpa)
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