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Wie sich gute Aktien finden lassen

Geldanlage ist eine Vertrauenssache. Das gilt vor allem bei vermeintlich heißen Aktien-Tipps. Denn nicht immer sind die „Kursraketen” oder „unentdeckten Perlen” ihr Geld wirklich Wert.
Vermeintliche Experten versprechen oft goße Gewinne mit Aktien. Doch solche Aussagen sind nichts als Werbung. Anleger sollten sich daran nicht orientieren. Foto: Frank Rumpenhorst Vermeintliche Experten versprechen oft goße Gewinne mit Aktien. Doch solche Aussagen sind nichts als Werbung. Anleger sollten sich daran nicht orientieren.
Frankfurt/Main. 

„Drei Aktien, mit denen Sie reich werden!” oder „Lesen Sie hier, auf welche aussichtsreichen Wertpapiere unsere Experten setzen!” - Werbeslogans wie diese findet man vor allem im Internet oder Börsenbriefen recht häufig.

Oft werden Verbraucher auch angerufen und mit vermeintlich heißen Tipps behelligt. Stellt sich die Frage: Kann man solchen Aussagen glauben? „Eher nicht”, sagt Wolf Brandes, Teamleiter des Marktwächters Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Bei solchen Angeboten kommen eher Zweifel auf.” Worauf Anleger achten sollten:

Sind Aktientipps generell riskant?

Wolf Brandes: Wenn man in Aktien investiert, sind das chancenreiche, aber auch riskante Anlagen. Denn Aktien - auch von großen Konzernen - können zwischenzeitlich fallen. Allerdings gibt es durchaus auch Gewinnpotenzial: 20 oder 30 Prozent Kurssteigerungen sind möglich.

Ob das jetzt in dem konkreten Einzelfall für diese beworbene Aktie aber realistisch ist, kann man nur sehr schwer erkennen. Das muss ich einfach als reißerische Werbung abtun und darf mich bei meiner Geldanlage davon nicht beeinflussen lassen. Das sind eher Lockvogelangebote. Unerlaubte Telefonwerbung ist zudem verboten.

Auf welche Tipps kann ich mich denn verlassen?

Wolf Brandes: Eines muss Ihnen klar sein: Es gibt keine heißen, garantierten Aktientipps. Das ist in der Regel eine Masche von unseriösen oder betrügerischen Anbietern, die Anlegern suggeriert, jemand habe einen vermeintlich sicheren Tipp. Oft wird auch zeitlicher Druck aufgebaut. Darauf sollte man aber auf keinen Fall hereinfallen. Lassen Sie sich nicht zu solchen Geschäften überreden, auch wenn das noch so überzeugend klingt. Da muss man einen kühlen Kopf bewahren.

Was macht seröse Geldanlage aus?

Wolf Brandes: Wichtig ist immer eine Zweitmeinung. Wenn Sie zu einer Finanzberatung gehen, müssen Sie bedenken, dass das ein Verkaufsgespräch ist. Am besten ist es, wenn Sie noch jemanden haben, der Ihnen nichts verkaufen will und sich aber trotzdem ein wenig auskennt.

Grundsätzlich muss man sich vor der Geldanlage immer eine Menge Frage stellen: Wie viel Vermögen habe ich? Wie sieht das Einkommen aus? Was will ich in den nächsten 15 Jahren erreichen: Familie, Beruf, Immobilie? Welches Risiko vertrage ich?

Am Ende geht es grob gesprochen um die Aufteilung in langfristige Investments mit einem gewissen Risiko wie etwa Aktienindexfonds und sichere Anlagen mit Einlagensicherung wie Tages- oder Festgeldkonten, die aber derzeit eine schlechte Verzinsung haben.

(Interview: Falk Zielke, dpa)
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