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Wo Käufer gute Kredite für ihre Immobilien finden

Immobilienkredite gewährt heutzutage längst nicht mehr nur die Hausbank. Kreditvermittler und Online-Plattformen können Alternativen sein. Worauf es bei der Suche nach einem günstigen Kredit ankommt.
Wo findet sich der günstigste Kredit für das eigene Heim? Im Internet oder bei der Hausbank? Käufer sollten sich am Besten umfassend informieren, um am Ende die beste Finanzierung zu bekommen. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn Wo findet sich der günstigste Kredit für das eigene Heim? Im Internet oder bei der Hausbank? Käufer sollten sich am Besten umfassend informieren, um am Ende die beste Finanzierung zu bekommen. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Berlin. 

Der Blick auf die derzeitigen Darlehenszinsen zeigt es: Immobilienkredite sind nach wie vor günstig zu haben. Verlockende Aussichten, gerade wenn einem hohe Mieten die Laune verderben. Aber wo und wie erhalte ich den günstigsten Kredit?

Hausbank: Charme des direkten Kontakts

„Viele Verbraucher haben sicherlich Hemmungen, bei Summen von mehreren hunderttausend Euro auf ein Internetportal zu vertrauen”, sagt Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. „Für viele Verbraucher ist der Weg zur eigenen Hausbank der einfachste, weil sie den Berater bereits kennen”, weiß auch Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen.

Der Bankberater könne hilfreich sein, wenn es darum geht, komplexe Finanzierungen aufzustellen. „Zudem kennen sie sich gut mit weiteren regionalen Fördermitteln aus”, sagt Oelmann. Das gelte aber auch für regionale Kreditvermittler. Möglicher Nachteil: Der Bankberater wird zunächst das Angebot vorlegen, das seine Bank am liebsten verkaufen möchte.

Für Selbstständige kann sich eine Anfrage bei ihrer Hausbank lohnen, sofern sie dort schon jahrelang Kunde sind. „Eine Hausbank hat einen Überblick über meine Kontoaktivitäten und kann meine Bonität daher gut einschätzen”, sagt Hentschel. Auch Max Herbst von der FMH-Finanzberatung empfiehlt insbesondere Selbstständigen Verhandlungen mit der eigenen Bank: „Selbstständige sollten in jedem Fall zuerst ein Hausbankangebot vorliegen haben, weil sie damit dokumentieren, dass sie so gut sind, dass zumindest die Hausbank ja sagen würde.”

Kreditvermittler: Angebote von mehr als nur einer Bank

Ein Kreditvermittler hat gegenüber einer Bank oder Sparkasse den Vorteil, dass er Angebote mehrerer Kreditgeber unterbreiten kann. „Oftmals können sie auch günstigere Konditionen bei einem Anbieter aushandeln, als es der einzelne Darlehensnehmer direkt mit der Bank könnte”, sagt Oelmann. Einen seriösen Vermittler erkenne der Kunde daran, dass er mehr als ein Angebot vorlege, erklärt Herbst. „Er sollte nicht sagen, was er empfehlen würde. Dies herauszufinden, ist das Ergebnis der Beratung und Sache des Kunden.”

Onlineplattformen: Gut für den schnellen Überblick

Wie so vieles gibt es heute auch für Immobilienkredite die Möglichkeit, sie über Vergleichsportale im Internet abzuschließen. Für Oelmann eine gute Möglichkeit für Verbraucher, sich selbst schnell einen Überblick über aktuelle Konditionen der Banken zu verschaffen. Allerdings müssten Kreditnehmer sich gut vorbereiten: „Für den Fall, dass sie alle ihre wesentlichen Eckdaten genau ermittelt haben - Kreditrate, Laufzeit, Sondertilgungswünsche, Kredithöhe und so weiter -, können Onlineplattformen gut weiterhelfen.”

Vergleichsportal: Ist das Angebot sinnvoll?

Vergleichsportale bieten längst nicht mehr nur Übersichten über günstige Strom- und Mobilfunkanbieter an. Auch Kreditkonditionen können bei vielen verglichen werden. Der Nachteil: Der Verbraucher muss die Angebote selbst prüfen. Es gibt aber keine einheitlichen Standards der Anbieter, wie sie die Angebote ermitteln, kritisiert Herbst: „Es gibt viele Portale, bei denen man nur seine Daten eintippen muss, aber keine Anbieterliste sieht, sondern man angeblich das beste Angebot später übermittelt bekommt.”

Sinnvoll sei es, wenn ein Portal mögliche Zinsaufschläge und Rabatte für höhere Tilgung berücksichtige, genauso wie Sondertilgungen, Tilgungsveränderungen, Darlehensbeträge und Aufschläge für die Berufsgruppe. Wenn das alles in den Zinssatz einfließt und auch die Anbieterliste gezeigt wird, sei das Angebot seriös.

(Von Sandra Ketterer, dpa)
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