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Chronische Bauchspeicheldrüsenerkrankungen:

Frankfurt a.M. Die Bauchspeicheldrüse ist eine hinter dem Magen liegende Drüse, die wichtige Verdauungsenzyme für den Abbau von Fetten, Eiweißen, Kohlenhydraten und Nukleinsäuren produziert und die Blutzuckerregulation steuert. In der Therapie und chirurgischen Intervention bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen wurden in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, die vor allem zu einer Senkung der hohen Sterblichkeit dieser gefährlichen Erkrankung führten.
Die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach lädt am Mittwoch, 2. Oktober 2013, Patienten, Mediziner sowie Interessierte zum nächsten Infoabend aus der Reihe „Forum der Chirurgie“ in den Gemeinschaftsraum (Gebäude A,
2. OG) des Klinikums ein. Ab 18 Uhr informieren Ärzte des Klinikums rund um das Thema „Moderne Therapie chronischer Bauchspeicheldrüsenerkrankungen“. Als Referenten stehen den Gästen Dr. med. Jürgen Reusch, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin 2 (Gastroenterologie, Diabetologie/Endokrinologie, Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin), Dr. med. Pius Dörr, leitender Oberarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin, sowie der leitende Oberarzt der Klinik für Chirurgie, Dr. med. Wolfgang Wild, Rede und Antwort. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Jean Francois Fernel (1497–1558), französischer Astronom und Physiologe, hielt die Bauchspeicheldrüse für den Sitz der Melancholie und der Hypochondrie sowie den Hort für wiederkehrendes Fieber. Auch heute noch umgibt die Bauchspeicheldrüse, deren griechischer Name Pankreas in der Übersetzung „alles Fleisch“ bedeutet, etwas Geheimnisvolles. Nicht nur, dass ihre Krebserkrankungen schwierig zu behandeln sind. Auch gutartige Erkrankungen dieses ebenso zentral wie versteckt gelegenen Organes sind nicht einfach zu verstehen. So hat die Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), meist durch übermäßigen Alkoholgenuss oder Gallensteine hervorgerufen, mit einer bakteriellen Entzündung eigentlich gar nicht viel gemeinsam. Dennoch kann die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung zu einer quälenden und zerstörenden Erkrankung werden, da es durch wiederholte Schübe einer Bauchspeicheldrüsenentzündung zu einer Schädigung und stetigem Abbau des Drüsengewebes kommt. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse wird immer schlechter und es entwickelt sich zunehmend eine Blutzuckererkrankung. Moderne endoskopische, radiologische, aber auch chirurgische Techniken haben hier die Diagnostik sowie die Behandlungsmöglichkeiten wesentlich erweitert. „Die Behandlung dieser sehr komplexen und anspruchsvollen Krankheitsbilder erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gastroenterologen, Radiologen, Chirurgen, Onkologen sowie auch Psychoonkologen“, unterstreicht Prof. Schwarzbach, Leiter des Kompetenzzentrums für chirurgische Erkrankungen des Pankreas, das im Jahr 2012 durch die Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert wurde.

Pro Jahr werden im Klinikum Frankfurt Höchst über 70 Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse wegen bösartiger oder gutartiger Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Karzinom, Krebsvorstufen, akuter und chronischer Pankreatitis) durchgeführt. Alle Patienten werden gemeinsam mit den Gastroenterologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Anästhesisten und Pathologen in einer interdisziplinären Expertenkonferenz besprochen. Bei besonderem Bedarf des Betroffenen kommen auch die Psychoonkologen dazu. Mit Erfolg für den Patienten. Die Sterblichkeit der Operationen lag dabei unter zwei Prozent, also sogar sechs Prozent unter dem von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) vorgegebenen Mindestrate für eine Zertifizierung als Kompetenzzentrum.

Über das Tumorzentrum Frankfurt Höchst (TFH)

Die Etablierung des Tumorzentrum Frankfurt Höchst dient der Erweiterung der guten medizinischen und pflegerischen Versorgung durch die einzelnen Fachkliniken am Klinikum Frankfurt Höchst zu einer interaktiven, fachabteilungsübergreifenden optimierten Versorgung der Patienten. Hierbei bilden die nachfolgenden Zentren weitere Spezialisierungen, die entweder direkt zum Tumorzentrum gehören wie das Brustzentrum (zertifiziert durch die EUSOMA und die DKG), das Gynäkologische Krebszentrum (zertifiziert durch die DKG) und das Darmkrebszentrum (zertifiziert durch die DKG) oder als Kompetenzzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst mit ihrem Versorgungsangebot die Behandlung onkologischer Erkrankungen unterstützen. Hierzu gehören das Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen des Pankreas (zertifiziert durch die DGAV), das Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie (zertifiziert durch die DGAV) sowie das Kompetenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Leber (zertifiziert durch die DGAV).

Über das Klinikum

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2016 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.
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