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Nach Fußballverletzungen Knorpel-Therapie mit plättchenreichem Plasma: Hilfe aus dem eigenen Blut

Ein Interview mit Dr. Herresthal
Hilfe aus dem eigenen Blut
GJ: Dr. Herresthal, ganz gleich ob Brasil 2014, Bundesliga oder ­Bolzplatz – immer wieder kommt es beim Fußball zu Knorpelverletzungen. Ich denke zum Beispiel an Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt, der sich im Februar während eines Spiels gegen Werder Bremen eine ­Knorpelverletzung zugezogen hat.

Dr. Jens Herresthal: Stimmt. Gesundes Knorpelgewebe leitet hohe Druck- und Scherkräfte ab – ähnlich wie ein Stoßdämpfer beim Auto. Deshalb sind gesunde Gelenke im Sport, etwa beim Fußball, besonders wichtig – und wenn sie kaputt sind, dann ist es für den betroffenen Spieler ein besonderes Handicap.


GJ: Was kann man tun, um ­betroffene Spieler wieder ­einsatzfähig zu machen?

Dr. Herresthal: Das kommt ganz auf den Fall an. Wie bei allem gibt es auch bei Knorpelschäden verschiedene Schweregrade bis hin zum vollständigem Fehlen des Knorpels. Dann spricht man von Arthrose. Grundsätzlich gilt: Je früher ein Knorpelschaden diagnostiziert wird, ­desto eher ist es möglich, vorhandenen Knorpel zu erhalten.


Wie funktioniert eine ­Erhaltung?

Dr. Christine Steinhauser: Eine solche regenerative Behandlungsform ist die sogenannte PRP-Therapie mit konzentriertem, plättchenreichem Plasma. Dabei wird durch ein spezielles Verfahren eigenes Blut zu einem Konzentrat aufbereitet, das eine hohe Zahl von Blutplättchen, den Thrombozyten, enthält. Das Plasma wird am Ort des Schadens eingesetzt, um dort die Heilung anzuregen und den Genesungsprozess ohne Nebenwirkungen zu beschleunigen. Auf diese Weise werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte, die im Blut vorhanden sind, genutzt.


Dr. Herresthal: ­Außerdem bietet das arthroskopische ­Verfahren der ­Mikrofrakturierung ­Hilfe. Hierbei werden dem Knochen unterhalb des Knorpels kleine Verletzungen zugefügt. Durch diese gezielt gesetzte Blutungsherde wird ein Heilprozess eingeleitet. Und wie sieht die Therapie bei schweren Knorpelveränderungen aus?

Dr. Herresthal: Eine weitere wiederherstellende OP-Methode bei größeren Defekten besteht darin, den teilzerstörten Knorpel mit im Labor gezüchteten körpereigenen Knorpelfliesen abzudecken. Durch die Kombi­nation von regenerativen Therapien und schonenden, minimalinvasiven Operationsverfahren kann die Behandlung der Arthrose deutlich verbessert werden.n



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Orthopädische Gemeinschaftspraxis Frankfurt-Westend

Fachärzte für Orthopädie, Sportmedizin, Rheumatologie, Chirotherapie,
Kinderorthopädie,ambulante und ­stationäre Operationen MRT, Akupunktur

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60322 Frankfurt am Main

Telefon: 0 69/59 79 69 01
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