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Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Als Patienten gehören Kinder in die Hände kindermedizinischer Experten. Im interdisziplinären pädiatrischen Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst, mit über 35.000 behandelten Kindern pro Jahr einem der größten im Rhein-Main-Gebiet, arbeiten viele Spezialisten unter einem Dach.
Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst Das Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst existiert seit über zwanzig Jahren und ist eines der größten in Deutschland.
Kleine Patienten sind keine jungen Erwachsenen. Erkrankungen und Bedürfnisse von kranken Kindern unterscheiden sich grundlegend von denen des Erwachsenen und sind abhängig vom Kindesalter. An großen Kliniken wie dem Klinikum Frankfurt Höchst stehen daher Spezialisten für Kindermedizin zur Verfügung. Diese sind in ihrer Ausbildung und Denkweise darauf ausgerichtet, auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen. Blutdruck, Herzfrequenz, Knochenbau, Schmerzempfinden: Je kleiner die Kinder, umso größer sind die Unterschiede zu Erwachsenen, ganz zu schweigen von den sozialen und emotionalen Bedürfnissen eines Kindes.

Im interdisziplinären pädiatrischen Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst, mit über 35.000 behandelten Kindern pro Jahr einem der größten im Rhein-Main-Gebiet, arbeiten viele Spezialisten unter einem Dach: Kinderchirurgie, Kinderurologie, Kinderorthopädie, Sozialpädiatrisches Zentrum, Geburtshilfe, Kinder- und Jugendgynäkologie sowie den Kliniken für HNO Krankheiten, Augenheilkunde und Neurochirurgie. Langjährige Erfahrung für eine kindgerechte, liebevolle und medizinisch umfassende Behandlung der kranken Kinder und Jugendlichen in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten.


Eine Klinik für Kinder und Jugendliche
In einer Klinik der höchsten Versorgungsstufe muss die medizinische, chirurgische und pflegerische Versorgung in der Kinderund Jugendmedizin ein weites Spektrum abdecken. „Gesundheit ist wichtiger als alles andere im Leben und das fängt schon im Kindesalter an,“ unterstreicht PD Dr. med. Lothar Schrod (Assoc. Hon. Professor), Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Frankfurt Höchst. „Kinder benötigen neben einer im Vergleich zum Erwachsenen anderen medizinischen Versorgung, vor allem ein kindgerechtes Umfeld sowie eine kindgerechte Ansprache.“ Bei schweren Erkrankungen können neben den Pädiatern jederzeit weitere Spezialisten direkt an das Bett des kranken Kindes gerufen werden. Hierfür stehen Mediziner aus 20 Kliniken und Instituten im Haus rund um die Uhr zur Verfügung. Ob es sich um Neugeborene mit mehreren angeborenen Fehlbildungen handelt oder um Kinder nach einem Unfall mit mehreren schweren Verletzungen – viele Disziplinen mit besonderen Erfahrungen auf dem Gebiet der Kindermedizin können im Klinikum Frankfurt Höchst rund um die Uhr schnell und optimal helfen. In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin werden akut und chronisch kranke Patienten vom Augenblick der Geburt bis zum 18. Lebensjahr betreut. Die Klinik hat 95 Betten, fünf tagesklinische Plätze sowie zwei große Früh- und Neugeborenen-Stationen, auf der die Kinder bis zur Entlassung weiterbehandelt werden, sobald sie nicht mehr beatmungspflichtig sind.


Projekt „Rückenwind“ hilft bei der Nachsorge auch Zuhause

Auch wenn die Behandlung komplikationslos und erfolgreich war, können nicht alle Kinder gesund das Krankenhaus verlassen. Die weitere Betreuung von sehr kleinen Frühgeborenen, von Neugeborenen mit angeborenen Fehlbildungen oder von zuckerkranken Kindern kann in der ersten Zeit nach der Entlassung zu Hause eine Überforderung der Familien darstellen und die Bindung zwischen Eltern und Kindern nachhaltig stören.


Ziel des 2010 gestarteten Projektes „Rückenwind“ der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist deshalb die Begleitung des Kindes und seiner Familie innerhalb der ersten sechs Monate nach der Entlassung aus der Klinik durch ein multidisziplinäres Team. Dazu gehören Kinderkrankenpfleger, Sozialpädagogen, Kinder- und Jugendärzte sowie Psychologen, die unter Leitung einer Fallmanagerin bedarfsorientiert die Familien zu Hause aufsuchen, beraten und die eventuell notwendigen Hilfen organisieren. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, die vorhandenen mikrosozialen Strukturen von Familie, Verwandtschaft und Nachbarschaft mit den makrosozialen Netzen der externen Leistungsanbieter zu verknüpfen und gegebenenfalls Schulungen durchzuführen. Durch
diese besondere Form der Nachsorge wird nicht nur die Förderung der Kinder optimiert, sondern auch die Eltern-Kind-Beziehung gestärkt.


Die Arbeit des Projektes „Rückenwind“ orientiert sich am Modell „Bunter Kreis“ in Augsburg, in dessen bayerischem Bundesverband inzwischen 80 Einrichtungen organisiert sind. Das Team „Rückenwind“ des Klinikums Frankfurt Höchst war die erste Einrichtung dieser Art in Hessen.
Im Unterschied zu anderen Bundesländern gab es solche Einrichtungen in Hessen bis vor kurzem noch nicht. Die Realisierung des Projektes „Rückenwind“ wurde erst durch eine großzügige Spende der Kinderhilfe-Stiftung e.V. in Höhe von 100.000 Euro möglich.


Eine Chirurgie speziell für Kinder
Operativ zu versorgende Krankheiten von Früh- und Neugeborenen sowie Kindern und Jugendlichen werden in der Klinik für Kinderchirurgie unter Leitung von Chefärztin Dr. med. Alexandra Weltzien durch speziell ausgebildete Kinderchirurgen mit eigens für Kinder entwickelten Operationsinstrumenten durchgeführt. Operiert werden angeborene Fehlbildungen und erworbene Erkrankungen des Verdauungstrakts, der Speiseröhre, der Bauchwand, des Zwerchfells, der Lunge sowie des Anogenital-Trakts. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Elternverbänden für spezielle seltenere Fehlbildungen. Auch für die Behandlung von Blutschwämmchen und Lymphangiomen werden alle aktuellen Behandlungsmöglichkeiten vorgehalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von kindlichen Verletzungen einschließlich der Verbrennungsmedizin und der Behandlung von Knochenbrüchen. 2014 behandelte die Klinik für Kinderchirurgie bislang bereits rund 1700 Schul- und Kindergartenunfälle. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Landesunfallkasse Hessen. „Soll ein Kind operiert werden, wünschen sich die Eltern die bestmögliche Versorgung,“ so Kinderchirurgin Dr. Weltzien. „Wir bieten deshalb sowohl konventionelle Operationsverfahren als auch minimalinvasive Methoden, sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie, an. Dabei kommt jeweils die nach unserer Erfahrung für Ihr Kind geeignetste Operationsmethode zur Anwendung.“
Neben hochspezialisierten Kinderanästhesisten erfolgt die Behandlung und Betreuung der kleinen Patienten durch Kinderkrankenschwestern, die auf kinderfreundlichen Stationen die besonderen Bedürfnisse der kleinen Patienten wahrnehmen und darauf eingehen. Zur Erleichterung des Krankenhaus-Aufenthaltes können die kostenlose Mitaufnahme eines Elternteils bei jungen oder schwerkranken Kindern, die Spiel- und Unterhaltungsangebote sowie die Clown-Doktoren ebenso beitragen wie die Schule am Krankenbett durch staatliche Lehrkräfte oder die Geschwisterbetreuung durch geschulte, ehrenamtliche Helfer.


Kinderhüftzentrum für Störungen am kindlichen Hüftgelenk


Traditionell ist die Kinderorthopädie am Klinikum Frankfurt Höchst mit hüftgelenksassoziierten Erkrankungen befasst. Obwohl die Ultraschalluntersuchung der Hüftgelenke im Rahmen der U3 in der vierten bis sechsten Lebenswoche obligatorisch zur Frühvorsorge des Kindes gehört, unterbleibt sie gelegentlich. Die Hüftdysplasie ist eine ernstzunehmende angeborene Erkrankung des Hüftgelenkes, die unbehandelt weitreichende Folgen für das ganze Leben besitzt.


Als Hüftgelenksdysplasie (Hüftreifungsstörung) bezeichnet man angeborene oder
frühkindlich erworbene Fehlstellungen des Hüftgelenkes. Dieses häufigste kinderorthopädische Krankheitsbild bei Neugeborenen betrifft Mädchen häufiger als Jungen. Anders als beim Erwachsenen besteht das Hüftgelenk beim Neugeborenen noch zum großen Teil aus Knorpel und wird im Säuglingsalter zunehmend durch Knochensubstanz ersetzt. Dabei ist es wichtig, dass das
Hüftgelenk gleichmäßig verknöchert. Nur so passen Hüftkopf und Hüftpfanne richtig
zusammen. Durch Bewegung entstehende Kräfte und Belastungen fördern die Verknöcherung des Hüftgelenkes.


Ist die Pfanne aber nicht korrekt angelegt und weist eine Verknöcherungsstörung
auf, dann kann sich das Hüftgelenk nichtrichtig ausbilden. In Folge der Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenkes kommt es nicht selten zu Symptomen wie Gangstörungen und Schmerzen, woraus sich dann bis zum jungen Erwachsenenalter eine frühe Hüftgelenksarthrose entwickeln kann.„Jegliche Aufbaustörung und abnorme Entwicklung gilt es so früh wie möglich zu erfassen und adäquat zu behandeln,“ betont Dr. med. Manfred A. Weisz, leitender Arzt der Abteilung für Kinder- und Neuroorthopädie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Frankfurt Höchst.
Aber auch alle anderen kinderorthopädischen Krankheitsbilder, wie Fußdeformitäten, Wirbelsäulenverbiegungen, neuromuskuläre Erkrankungen und Aufbaustörungen des Knochens sowie Achsabweichungen werden in der Höchster Kinderorthopädie mit modernsten Methoden behandelt. Alle kinderorthopädischen Erkrankungen werden mit den Eltern ausführlich besprochen und die konservativen oder operativen Behandlungsmöglichkeiten eingehend erläutert.
„Die Hüftdysplasie kann in über 90 Prozent der Fälle konservativ mittels Orthesen oder auch mal einmal einem Beckenbeingips behandelt werden“, erläutert Dr. Weisz. „Eine Operation ist nur selten erforderlich.“
Die klinischen Untersuchungstechniken bilden bei der Hüftdysplasieeinen wichtigen Bestandteil der Früherkennungsmaßnahmen im Säuglingsalter. Allerdings sind sie bei den leicht und nur mäßiggradig ausgeprägten Hüftdysplasien unzureichend. „Uns steht seit 30 Jahren die Hüftsonografie nach Graf zur Verfügung, ein bildgebendes Verfahren, das ab dem ersten Lebenstag einsetzbar, nicht strahlenbelastend und beliebig wiederholbar ist“, erläutert Dr. Weisz. „Mit Hilfe der
Sonografie kann die Hüftdysplasie nicht nur früh erkannt werden, im Falle der Behandlung stellt sie auch ein unverzichtbares Instrument zur Verlaufskontrolle und zur Überprüfung des Therapieerfolges dar.“


Das Sozialpädiatrische Zentrum


Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) Frankfurt Höchst ist eine interdisziplinär arbeitende, spezialisierte Einrichtungzur ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die von Entwicklungsstörungen oder Behinderungen bedroht oder betroffen sind. Vom frühen Säuglingsalter an werden Kinder und Jugendliche mit Auffälligkeiten und Störungen aus allen Teilbereichen der Entwicklung wie Verhaltensauffälligkeiten, Behinderungen oder seelische Störungen betreut. Im multiprofessionellen 60-köpfigenTeam arbeiten neurologisch tätige Kinderärzte ,Psychologen, Heil- und Sozialpädagogen, Logo- und Motopäden, Physio-und Ergotherapeuten sowie Kinderkrankenschwestern und Arzthelferinnen eng zusammen. Es erfolgt eine umfangreiche Diagnostik und Einleitung einzel- oder gruppentherapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen. Das SPZ ist nach strengen DIN-Richtlinien zertifiziert.
Auf dem Gebiet Epilepsie und Neuropädiatrie werden die betroffenen Kinder fachqualifiziert zentral betreut und behandelt. EEG und andere elektrophysiologische Untersuchungen können im Hause abgeleitet und ausgewertet werden. Besonderheiten des SPZ: Fachübergreifende
Arbeitsweise von Ärzten und deren Assistenten in enger Zusammenarbeit mit Psychologen, Pädagogen, diversen Therapeuten und Sozialmitarbeitern vor Ort. Zusätzlich wird bei Bedarf mit Frühförderstellen, Schulen, Kindergärten, externen Einrichtungen, Therapeuten und Ämtern kooperiert.
Das Sozialpädiatrische Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst existiert seit überzwanzig Jahren und ist eines der größten in Deutschland. Jährlich werden 5000 Patienten mit insgesamt rund 8000 Quartalszuweisungen behandelt. Eingeteilt ist das SPZ auch räumlich in drei Funktionsbereiche, die
je nach Bedarf durchlaufen werden. So ist eine effektive und zeitnahe Therapie gewährleistet.
Die Abteilung für Bewegungsstörungen im SPZ III, 2007 die erste mit Qualitätsmanagement- Zertifizierung im Bundesgebiet, wächst stetig. Ihr Einzugsgebiet reicht weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus.
„Das SPZ zeichnet sich vor allem durch Multiprofessionalität und Interdisziplinarität
aus,“ resümiert die Chefärztin des SPZ, Dr. med. Mechthild Pies. „Unsere Patienten werden immer von mehreren Berufsgruppen– Ärzten, Therapeuten, Psychologen und Heil- und Sozialpädagogen – betreut, die gemeinsame Behandlungspläne erstellen. Das Kind im Umfeld seiner Familie steht dabei immer im Mittelpunkt.“

Weitere Informationen
www.klinikumfrankfurt.de
Telefon: 0 69/31 06-0
info@klinikumfrankfurt.de
 
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