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Was tun bei Krankheit vor Urlaubsantritt oder während des: Krankenbett statt Sonnenstrand

Am 28. Juli beginnen in Hessen die großen Schulferien und damit die Reisesaison. Nicht wenige unter den Lesern des Gesundheits-Journals haben bereits eine Reise gebucht – aber einige davon werden sie nicht antreten können. Statistisch jeder zwölfte unter Ihnen, um einigermaßen genau zu sein: Sie werden bereits vor Reiseantritt erkranken. Alle anderen werden zwar abreisen, aber für sie ist das Risiko noch größer: Rund 35 Prozent werden nach Antritt ihrer Reise krank, meist in fremden Ländern, fernab der Gültigkeit ihrer deutschen Krankenversicherungskarte. Diesen rund 43 Prozent unserer Leser sind die folgenden Hinweise gewidmet.
Krankenbett statt Sonnenstrand
Am 28. Juli beginnen in Hessen die großen Schulferien und damit die Reisesaison. Nicht wenige unter den Lesern des Gesundheits-Journals haben bereits eine Reise gebucht – aber einige davon werden sie nicht antreten können. Statistisch jeder zwölfte unter Ihnen, um einigermaßen genau zu sein: Sie werden bereits vor Reiseantritt erkranken. Alle anderen werden zwar abreisen, aber für sie ist das Risiko noch größer: Rund 35 Prozent werden nach Antritt ihrer Reise krank, meist in fremden Ländern, fernab der Gültigkeit ihrer deutschen Krankenversicherungskarte. Diesen rund 43 Prozent unserer Leser sind die folgenden Hinweise gewidmet.

Krankheit vor Urlaubsantritt

Können Sie Ihren gebuchten Urlaub krankheitsbedingt nicht antreten, dann können Sie den abgeschlossenen Reisevertrag nicht ohne weiteres kostenfrei stornieren. Es empfiehlt sich daher dringend, bereits bei Buchung der Reise eine Reiserücktritts-Versicherung abzuschließen, um sich gegen die verbleibenden Stornokosten nach einer Reisestornierung – beispielsweise wegen akuter Erkrankung oder des Todes eines nahen Angehörigen – abzusichern. Um die Stornokosten so gering wie möglich zu halten, müssen Sie Ihren Versicherer umgehend über den Eintritt des Versicherungsfalls informieren und die Reise schnellstmöglich stornieren. Tun Sie dies nicht, weil Sie zunächst – vergeblich – hoffen, bis zum Reiseantritt wieder gesund zu sein, ist der Versicherer berechtigt, die Erstattung der verbleibenden Stornokosten zu kürzen. Am besten holen Sie sich daher schnellstmöglich ein ärztliches Attest, senden es zusammen mit der Schadensmeldung an Ihren Versicherer und stornieren sofort die Reisebuchung.

Krankheit während des Urlaubs

Gehören Sie zu den rund 35 Prozent aller Reisenden, die während des Urlaubs erkranken, dann greift Ihre Reiserücktritts-Versicherung nicht. Es gibt aber die Möglichkeit, eine Reiseunterbrechungs-Versicherung abzuschließen, um sich hinsichtlich der nutzlos gewordenen Reisekosten abzusichern.

Sollten Sie eine ambulante oder statio­näre Behandlung in Anspruch benötigen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass Ihr behandelnder Arzt oder Zahnarzt am Urlaubs­ort alle wesentlichen Informationen, Maßnahmen und Ergebnisse der Behandlung in ­Ihrer Patientenakte eingetragen hat. Lassen Sie sich unbedingt eine Kopie dieser Patientenakte aushändigen. Bei Rechtsfragen zur ­Erstattung von Behandlungskosten, Eigenbeteiligungen oder der Einlösung von Verschreibungen können Sie sich Informationen über Ihre Krankenkasse oder im Internet ­unter www.eu-patienten.de einholen. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten nationaler Kontaktstellen für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung im EU-Ausland. Grundsätzlich kann es nie schaden, eine Auslands-Krankenversicherung abzuschließen. Die Gebühren sind gering, während sich die Kosten für ärztliche Behandlung, Krankenhausaufenthalte oder eine Rückholung nach Deutschland schnell zu hohen Tausenderbeträgen summieren können.

Ärztliche Kunstfehler im Ausland

Macht Ihr behandelnder Arzt im EU-Ausland bei Ihrer Behandlung einen Fehler und schädigt damit Ihre Gesundheit, dann richten sich die Voraussetzungen von Schadensersatzansprüchen nach dem Recht am Urlaubsort. Auch hierüber beraten Sie die obengenannten nationalen Kontaktstellen.

Als Arbeitnehmer sollten Sie Ihrem Arbeitgeber im eigenen Interesse unverzüglich Ihre Erkrankung und deren voraussichtliche Dauer mitteilen, denn Krankheit und Urlaub schließen sich per se aus. Ihr Urlaubsanspruch bleibt Ihnen daher erhalten, soweit er nicht durch Zeitablauf verfällt.

Die beste Botschaft zum Schluss: Wenn ein Drittel aller Reisenden im Urlaub erkrankt, dann bleiben zwei Drittel gesund – mit großer Wahrscheinlichkeit auch Sie. Das wünschen wir Ihnen und eine schöne Reise.n
 
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