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Beachfußball bringt Urlaubsspaß und leider auch Verletzungsmöglichkeiten: Sonne, Samba… autsch

Der Strandfußball entstand bereits vor über hundert Jahren in den Küstenregionen Brasiliens. Die ersten Sandkicker waren europäische Seeleute, die sich bei ihren Landgängen ein wenig die Zeit vertreiben wollten. Die lebensfrohen Brasilianer spielten mit, und Beachsoccer wurde rasch zu einem Teil brasilianischer Freizeitkultur. Seit fast 50 Jahren werden nationale Turniere ausgetragen, seit 1995 sogar Weltmeisterschaften.
Sonne, Samba... autsch
Der Strandfußball entstand bereits vor über hundert Jahren in den Küstenregionen Brasiliens. Die ersten Sandkicker waren europäische Seeleute, die sich bei ihren Landgängen ein wenig die Zeit vertreiben wollten. Die lebensfrohen Brasilianer spielten mit, und Beachsoccer wurde rasch zu einem Teil brasilianischer Freizeitkultur. Seit fast 50 Jahren werden nationale Turniere ausgetragen, seit 1995 sogar Weltmeisterschaften.

Von der europäischen Herkunft dieses scheinbar urbrasilianischen Vergnügens werden die meisten Touristen wenig wissen, die den braungebrannten Einheimischen zuerst zusahen, dann in immer größerer Zahl mitspielten und den Sport, ähnlich wie Beachvolleyball, sogar in die europäische Heimat reimportierten. Heute spielt man Beachfußball an der Adria ebenso wie auf Sylt oder an künstlichen Sandstränden auf Parkhausdächern. Die Mischung aus fußballerischer Artistik, Samba, Party und (gelegentlich künstlichen) Palmen begeistert Frauen und Männer gleichermaßen.

Turniere finden naturgemäß vor allem im Sommer und in Deutschland hauptsächlich in der bundesligafreien Zeit statt. Gespielt wird mit jeweils fünf Spielern oder Spielerinnen auf Sand und barfuß. Im Sand rutschen die Füße weg und werden nicht durch Stollen am Boden fixiert. Das schont die Gelenke und Bänder und dämpft insgesamt die Stoßbewegungen. Völlig ohne Verletzungsrisiko lässt sich jedoch auch Beachfußball nicht spielen, gefährdet sind vor allem die ungeschützten Zehen. Schwerwiegende Verletzungen betreffen zudem das Knie und hier besonders den Meniskus, das vordere Kreuzband und den Knorpel. Um solche Knieverletzungen möglichst zu vermeiden, wurde ein spezielles Präventivtraining, das sogenannte „Elf-Plus-Training“, entwickelt, mit dem sich jede und jeder, dem jeweiligen Leistungsstand entsprechend, auf seine fußballerische Leistung vorbereiten kann.

Kommt es dennoch zu Knorpelverletzungen, hilft die natürliche, regenerative Behandlungsform der PRP-Therapie mit konzentriertem, plättchenreichem Plasma. Das Plasma wird direkt am Ort des Schadens injiziert, um die Heilung anzuregen und den Genesungsprozess ohne Nebenwirkungen zu beschleunigen. Bei schweren Knorpelveränderungen bietet zudem das arthroskopische Verfahren der Mikro-Frakturierung Hilfe. Hierbei werden dem Knochen unterhalb des Knorpels kleine Verletzungen zugefügt. Durch diese gezielt gesetzten Blutungsherde wird ein Heilprozess eingeleitet. Eine weitere wiederherstellende Operationsmethode bei größeren Defekten besteht darin, den teilzerstörten Knorpel mit im Labor gezüchteten körpereigenen Knorpelfliesen abzudecken.

Bei Verletzungen des Kreuzbandes oder einem Meniskusriss muss nicht immer sofort und vor Ort operiert werden. Die besten Ergebnisse sind vielmehr zu erwarten, wenn das Kniegelenk reizfrei ist. Zunächst sollte das Kniegelenk mit Hilfe entzündungshemmender Medikamente zum Abschwellen gebracht werden. Nach intensiver Krankengymnastik und Muskeltraining muss erneut die Kniegelenkstabilität geprüft werden. Dies geschieht durch eine klinische funktionelle Untersuchung, die vom Orthopäden durchgeführt wird. Eine zusätzliche Kernspintomographie (MRT) kann die Diagnose erhärten und weitere Begleitverletzungen aufdecken. Bei sportlich aktiven Patienten ist meist ein operatives Vorgehen angebracht, insbesondere um Folgeschäden am Meniskus oder Knorpel und drohenden Gelenkverschleiß zu vermeiden. Bei der Operation wird das gerissene Kreuzband durch körpereigene Sehnen ersetzt. Inzwischen besteht auch die Möglichkeit, nur dasjenige Band zu ersetzen, das die Instabilität bei Drehbewegungen verursacht. Dieser operative Eingriff ist aufwändiger und erfordert viel Erfahrung



 


 

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