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AOK Hessen: Kinder brauchen keine Extra-Wurst

Kinder lieben sie: Wurst in Bärchenform und Joghurts in niedlichen bunten Verpackungen. Viele Eltern kaufen Lebensmittel für Kinder, weil sie sich ein Plus für die Gesundheit versprechen. Doch sogenannte Kinderlebensmittel sind unnötig und meistens viel zu süß und fett.
In Lebensmitteln für Kinder verbirgt sich oft zu viel Fett und Zucker. Foto: dpa-infocom In Lebensmitteln für Kinder verbirgt sich oft zu viel Fett und Zucker. Foto: dpa-infocom
Eltern haben es beim Einkauf heute doppelt schwer: Die Regale sind randvoll mit bunt und poppig aufgemachten Kinderlebensmitteln. Aufkleber, Püppchen und Spiele als Zusatzgeschenke ziehen den Nachwuchs magisch an. Warum ein langweilig aussehendes Müsli, wenn gleich daneben eine bunte Packung mit Geschenk lockt? Und dann die vermeintliche Gesundheitsgarantie, meist beglaubigt durch einen Aufkleber.

Dabei sind sich Ernährungsexperten einig: Kein Kind braucht spezielle Lebensmittel, um gesund aufzuwachsen. Noch dazu leisten die meisten dieser Produkte keinen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung – ganz im Gegenteil. So ergab erst eine Untersuchung der Verbraucher-organisation foodwatch, dass von mehr als 1.500 Kinderlebensmitteln von Milchprodukten über Frühstücksflakes und Säften bis hin zu Wurstwaren fast drei Viertel zu fett und zu süß waren.
 
Ganz ernst nehmen sollten Eltern allerdings das Bedürfnis der Kinder, dass Essen Spaß machen soll und auch die Optik dafür stimmen muss. Kinder ab einem Jahr können ganz normal alle Speisen am Tisch mit essen. Schließlich werden am Familientisch ganz früh Grundlagen für lebenslange Ernährungsgewohnheiten gelegt. Wenn man die Sache dann noch mit Spaß, Fantasie und der Bereitschaft angeht, auch einmal Ausnahmen von der Regel zuzulassen, ist man auf dem besten Weg.

 
Tipps der AOK Hessen zur Kinderernährung:
  • Frühstücken Sie so oft es geht gemeinsam. Ein gemeinsames Frühstück beugt Übergewicht vor. Kinder füllen ihre Energiereserven auf, die sie in der Nacht verbraucht haben. Wenn Ihr Berufsleben ein gemeinsames Frühstück nicht zulässt, stellen Sie ein leckeres Frühstück und Pausenbrot bereit.
  • Lassen Sie Ihre Kinder möglichst viel selbst entscheiden, auswählen und selbst machen: Je nach Alter können die Kinder Gerichte auswählen, Einkaufszettel malen oder schreiben, die Zutaten mit einkaufen. Sie können Gemüse und Obst waschen, schälen, schnippeln, pürieren.
  • Lassen Sie die Kinder vor Ort beim Einkauf entscheiden, welches Obst und Gemüse heute gekauft werden soll.
  • Veranstalten Sie am Wochenende ein Überraschungskochen: Jeweils ein Erwachsener und ein Kind bereiten ein Menü für den Rest der Familie oder Freunde zu.
  • Legen Sie Wert auf Optik: Kinder lieben bunte Brotgesichter, beispielsweise aus Käse, Möhren, Oliven und Schnittlauch. Sie mögen Zauberäpfel, in Formen geschnittene Wurst und Käse sowie Obst- und Gemüsespieße.
  • Kinder finden es auch toll, selbst gezogenes Obst und Gemüse zu verzehren: Das geht mit Erdbeeren, Tomaten und Kräutern selbst im Balkonkasten.
 
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