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Calisthenics oder die Rückkehr des Turnsports

An Reck oder Sprossenwand zu trainieren, liegt nicht mehr wirklich im Trend. Unter einem anderen Label macht ein ganz ähnliches Konzept aber gerade unter jungen Männern Schule: Anhänger von Calisthenics treffen sich in Parks, um akrobatische Turnelemente zu üben.
Akrobatisch: Eine gewisse Grundfitness ist Voraussetzung, wenn man mit Calisthenics beginnen möchte. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Bilder > Akrobatisch: Eine gewisse Grundfitness ist Voraussetzung, wenn man mit Calisthenics beginnen möchte. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Köln. 

Es lässt sich nicht verleugnen: Wenn Achim Gölles an die Stange geht und seinen Körper wie ein Brett in die Waagerechte bringt, sieht er dabei aus wie ein Turner. Tatsächlich ist es aber ein Trendsport, den der junge Österreicher auf der Fibo  in Köln vorführt.

Calisthenics heißt die Mischung aus Parcours und Turnen. „Dahinter steht ein Lifestyle”, erklärt Florian Schachner vom österreichischen Calisthenics-Verein Team Alpha Bar. „Man trifft sich in Gruppen und trainiert gemeinsam, meist draußen im Park .” Es gehe nicht nur ums Fitwerden. „Die soziale Komponente ist sehr wichtig.”

Was die Anhänger des Sports schätzen: Sie brauchen nicht viel für ihr Training. „Im Mittelpunkt steht das eigene Körpergewicht”, erklärt Gölles, der einen eigenen Youtube-Kanal hat, auf der Fitnessmesse (6. bis 9. April). Letztlich könne man mit allem trainieren, was gerade da ist: einer Parkbank, einer Leiter, einer kleinen Mauer. Im professionelleren Umfeld gehören zur Ausstattung vor allem Reckstangen und Sprossenwände.

Eine gewisse Grundfitness dürfte nicht schaden, wenn man mit dem akrobatischen Sport beginnen möchte. „Die meisten kommen tatsächlich aus dem Fitnessstudio”, sagt Schachner. „Man kann aber auch von Null anfangen”, ergänzt Gölles. Wie das geht, verdeutlicht er an einem Beispiel: Um den Körper irgendwann im sogenannten Frontlever an der Stange in die Waagerechte zu bringen, beginne man mit Klimmzügen. Auch die kann aber nicht jeder. In dem Fall fängt der Neuling mit einer Armkraftübung an, bei der er festen Boden unter den Füßen hat.

Wer mit dem Training beginnen möchte, kann das theoretisch zu Hause tun, sagt Gölles. Es gebe zahlreiche Tutorials im Internet. Wie bei allen anderen Sportarten auch, sollte man zu Anfang aber Acht geben, dass man sich nicht überfordert, und das Training langsam Stück für Stück steigern. Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln rät gänzlich Untrainierten, sich zuerst zum Beispiel im Fitnessstudio eine Grundfitness zu erarbeiten.

(dpa)
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