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Chirurgenkongress: Gefahr für OP-Erfolge durch Pflegemangel

Die Operation ist erfolgreich verlaufen, doch durch eine schlechte Nachversorgung kommt es zu Komplikationen. Solche Fälle sind keine Seltenheit. Chirurgen sehen das Problem im Pflegemangel.
Nach einer Operation benötigen Patienten eine intensive Betreuung. Nach Meinung der Chirurgen ist diese wegen eines Personalmangels oft gefährdet. Foto: Daniel Bockwoldt Nach einer Operation benötigen Patienten eine intensive Betreuung. Nach Meinung der Chirurgen ist diese wegen eines Personalmangels oft gefährdet. Foto: Daniel Bockwoldt
München. 

Chirurgen warnen davor, dass ein Mangel an Pflegekräften Behandlungserfolge gefährden könnte. „Trotz der enormen Fortschritte in der Chirurgie gibt es in Deutschland erhebliche Defizite in der Patientenversorgung”, sagte Tim Pohlemann, Präsident des 134. Chirurgenkongresses in München.

Patienten würden immer schlechter vor- und nachversorgt. „Das entscheidet auch über eine höhere oder geringere Komplikationsrate.” Je öfter Pfleger den Patienten sähen, desto eher bemerkten sie eine negative Entwicklung.

Nicht zuletzt der demografische Wandel mit immer älteren Patienten erfordere eine stärkere Betreuung. Dem stehe die pauschale Vergütung entgegen. Denn für jedes Krankheitsbild gibt es eine Fallpauschale - unabhängig davon, wie behandelt wird und wie aufwendig die Versorgung ist. Das System müsse flexibler dem Einzelfall angepasst werden. „Unsere Forderung ist, dass wir für jeden Betreuungsbedarf den geeigneten Honorierungsschlüssel bekommen.”

Untersuchungen belegten, dass Deutschland bei der Personalausstattung in Kliniken im internationalen Vergleich abfalle. „Die Pflege ist der größte Kostenfaktor in einem Krankenhaus.” Folglich werde hier immer weiter gespart. Auf einen Pfleger oder eine Schwester kämen hierzulande 8 bis 14 Patienten, in Skandinavien liege das Verhältnis bei 1:3 bis 1:5.

(dpa)
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