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Engpass bei Mittel gegen allergische Schocks nach Stichen

Ein Lieferengpass beunruhigt momentan Allergiker. Das Präparat „Fastjekt” wird nicht in ausreichender Menge produziert. Auch Alternativen können die entstandene Lücke nicht decken. Die Firmen arbeiten daran, die Produktion schnellstmöglich hochzufahren.
Ein Wespenstich kann für Allergiker lebensbedrohlich sein. Eine Injektion mit dem Hormon Adrenalin kann ein Ersticken verhindern. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Ein Wespenstich kann für Allergiker lebensbedrohlich sein. Eine Injektion mit dem Hormon Adrenalin kann ein Ersticken verhindern.
Bonn. 

Ausgerechnet in Zeiten besten Wespen-Wetters haben Allergiker mit einem Lieferengpass von Arzneimitteln bei Insektenstichen zu kämpfen. Laut Datenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn gibt es Produktionsprobleme bei dem Präparat „Fastjekt”.

Dabei handelt es sich um einen sogenannten Autoinjektor, mit dem man sich Adrenalin spritzen kann, wenn eine schwere allergische Reaktion auftritt - etwa bei einem Wespenstich oder bestimmten Nahrungsmitteln. Für Allergiker können solche Situationen lebensbedrohlich sein. Auch der „Fastjekt Junior” für Kinder ist betroffen.

„Wir arbeiten intensiv an einer Lösung, wie wir schnellstmöglich die Produktion hochfahren und die Lieferung beschleunigen können”, erklärte der Hersteller Pfizer. Die Verfügbarkeit variiere derzeit von Apotheke zu Apotheke. Die Lieferbarkeit hänge von Zulieferungen bestimmter Komponenten durch Drittanbieter ab. „Zudem haben Prozessänderungen die Kapazität in unserer Produktionsstätte vorübergehend begrenzt”, teilte das Unternehmen mit. Der Engpass von „Fastjekt” soll laut Datenbank im September behoben sein. Zuerst hatte die „Rheinische Post” darüber berichtet.

Eine Sprecherin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sagte, dass zwischen einem Liefer- und einem Versorgungsengpass zu unterscheiden sei. „Es ist nicht so, dass es kein anderes Mittel auf dem Markt mehr gebe”, sagte sie. Als Alternativen werden die Mittel „Jext” und „Emerade” genannt.

Eine Sprecherin des Unternehmens ALK, das den Injektor „Jext” produziert, erklärte allerdings, dass die Nachfrage, die durch die Ausfälle beim Marktführer entstehe, nicht zu decken sei. Die eigene Produktion sei schon hochgefahren worden, dennoch bleibe eine Lücke. „Alles, was wir produzieren, wird uns aus den Händen gerissen.”

(dpa)
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