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Neue Trends in der Ernährung: Ernährung: Das kommt in Zukunft auf den Tisch

Von Sie ist ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens, aber nur viel zu selten spielt sie auch in der öffentlichen Debatte eine solch wichtige Rolle: unsere Nahrung. Doch das ändert sich zunehmend. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über das, was sie ernährt. Und genau dieses aufkeimende Bewusstsein wird die Rolle des Essens in Zukunft radikal ändern.
Auch eine bessere Ernährung wünschen sich viele. Auch sie ist mit der fehlenden Zeit verbunden, denn vielen fehlt im Alltag die Geduld oder die Muße, gesund und abwechslungsreich zu essen. Foto: dpa Auch eine bessere Ernährung wünschen sich viele. Auch sie ist mit der fehlenden Zeit verbunden, denn vielen fehlt im Alltag die Geduld oder die Muße, gesund und abwechslungsreich zu essen. Foto: dpa
Wo kommt mein Essen her? Welche Zutaten sind darin enthalten? Gibt es gesündere, regionale Alternativen? All das sind Fragen, die immer mehr Menschen beschäftigen. Experten beobachten seit Jahren eine Entwicklung, die hin zu einem stärkeren Bewusstsein für unsere Nahrung und deren Ursprung führt. Die Frage, die Wissenschaftler dabei am meisten interessiert, ist die, wie sich unser Essverhalten in Zukunft weiterentwickeln wird.

„Wie wir morgen essen werden“ ist auch der Titel eines Beitrages von Hanni Rützler, der in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Trend Update“ erschienen ist (www.trend-update.de). Ihre These: Der Trend geht hin zur Individualisierung. Vegetarisch, glutenfrei, vegan: Bereits heute ist zu beobachten, dass viele Menschen nicht mehr „von der Stange“ kaufen, sondern maßgeschneiderte Gerichte fordern. „Individualität bedeutet die Freiheit zur Wahl“, definiert Rützler in ihrem Beitrag. Und die sollen wir laut der Autorin zukünftig voll ausleben können.

Essen als Ausdruck der eigenen Individualität zeigt viel über den Esser selber. Der Mensch ist, was er isst. Das Zusammengehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe wird durch gemeinsam Essgewohnheiten ebenso geprägt wie das eigene Selbstbild.

Und für immer mehr Menschen spielt der Respekt vor anderen Lebewesen dabei eine große Rolle. Die Zahl der Flexitarier, also Menschen, die sich hauptsächlich vegetarisch ernähren und nur ab und an Fleisch essen, steigt stetig an. Laut einer Forsa-Studie isst bereits die Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) an drei oder mehr Tagen kein Fleisch. Rützler prognostiziert sogar: „Fleisch wird immer mehr zum Problemthema: Skandale und Nachhaltigkeitsaspekte steigern die Zahl der Flexitarier.“

Der Genuss darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Daher geht der zweite Ernährungstrend in Richtung „Sensual Food“: Essen, das mit allen Sinnen genossen werden kann. Qualität spielt hierbei eine große Rolle. So sind die Menschen zunehmend bereit, für feine Produkte mehr auszugeben – und diese dafür in vollen Zügen zu genießen.

Nach der dauerhaften Kritik an der massentierhaltung wollen die Bauern nun für mehr Transparenz sorgen. Foto: Uwe Zucchi (Archiv)
Kommentar: So vergeht der Appetit schnell

Essen ist ein absolutes Grundbedürfnis – und verliert dabei doch an seiner Selbstverständlichkeit. Und das ist gut so. Die Zeiten, in denen wir bedenkenlos drei Pestizid-Paprika für 99 Cent und das übergroße Hormon-Hähnchen für 5,99 Euro kaufen, müssen vorbei sein.

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Zu dieser geschätzten Qualität zählen aber auch Kriterien wie Nachhaltigkeit, Regionalität und Bewusstsein für die eigene Umwelt. So werden Themen wie der eigene Anbau von Gemüse –sei es Karotten im Garten oder Petersilie auf dem Fensterbrett- immer populärer, gleichzeitig bewegen sich die Menschen weg von der Überflussgesellschaft hin zu einem Gedanken des Teilens.

Essen soll schmecken, gesund und nachhaltig sein. Es ist ein absolutes Grundbedürfnis – und verliert dabei doch an seiner Selbstverständlichkeit, das zeigt Rützlers Aufsatz in aller Deutlichkeit; das belegen aber auch aktuelle Studien. Essen soll eben nicht mehr nur Essen sein. Es muss uns ernähren, gut tun, nachhaltig sein und nebenbei auch noch fabelhaft schmecken. Keine einfache Rolle, die unsere Nahrung da in Zukunft spielen wird.
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