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Erkrankung: Herzschwäche: Anzeichen für das schleichende Syndrom

Eine Herzschwäche entsteht häufig unbemerkt als Folge anderer Erkrankungen. Sie kann aber lebensgefährlich werden. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind deshalb wichtig - auch wenn die Symptome nicht so eindeutig sind.
Beginnt das eigene Herz schon nach kurzer Anstrengung zu rasen, ist das ein Fall für den Arzt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Beginnt das eigene Herz schon nach kurzer Anstrengung zu rasen, ist das ein Fall für den Arzt.
Berlin. 

Eigentlich war man doch ganz fit, aber seit einiger Zeit kommt man immer schnell aus der Puste. Das Herz rast, selbst wenn der Sprint zum Bus nur ein paar Sekunden dauert. Wer solche Symptome bei sich bemerkt, sollte sein Herz überprüfen lassen.

Hinter solchen Anzeichen kann eine Herzschwäche stecken, die möglichst früh umfassend behandelt werden sollte. Darauf weist Prof. Thomas Meinertz hin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Herzschwäche, das verbinden die meisten mit alten Leuten, deren Pumpe ein wenig nachgelassen hat. Kardiologen bezeichnen damit aber ein Syndrom, das als Folge anderer Herzerkrankungen entstehen kann.

Bluthochdruck zum Beispiel kann dazu führen, dass der Herzmuskel nicht mehr elastisch genug ist, um genügend Blut aufzunehmen. Auch wer schon mal einen Herzinfarkt hatte, kann später eine Herzschwäche entwickeln. Solche Patienten müssen unbedingt regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen.

Bei Menschen mit Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe mit ausreichend Blut zu versorgen. „Normalerweise pumpt es fünf bis sechs Liter Blut in Ruhe und bis zu 15 Liter bei Belastung durch den Körper”, erklärt Meinertz. „Bei Patienten mit Herzschwäche sind es manchmal nur noch 2,5 Liter.” Das kann lebensgefährlich werden - etwa wenn das Gehirn nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird.

Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, desto besser: „Heilen lässt sich das nicht, aber wir können zum Beispiel die Ursache beheben.” Manchmal steckt ein verengtes Herzkranzgefäß dahinter, bei anderen Patienten eine Herzklappenerkrankung. Ist das Problem gelöst, kann auch das Herz wieder besser arbeiten, und ein weiterer Abbau wird gestoppt.

Auch Medikamente können dem Herz zu mehr Leistungsfähigkeit verhelfen. Zudem rät Meinertz Betroffenen, unter Anleitung eines Arztes Sport zu treiben. „Früher dachten wir, man müsste das Herz schonen. Heute wissen wir: Je mehr es geschont wird, desto mehr baut es ab.” Genau das gilt es zu verhindern.

Service:

Für Patienten mit Herzinsuffizienz bietet die Deutsche Herzstiftung den Ratgeber „Das schwache Herz - Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute” (160 S.) an. Der Band ist kostenfrei erhältlich unter www.herzstiftung.de oder per Telefon unter 069/955128400 und per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de

(dpa)
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