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Hitze kann bei MS-Patienten Pseudoschub auslösen

Die hohen Temperaturen machen schon gesunden Menschen das Leben schwer. Bei Patienten mit Multipler Sklerose können sie sogar einen vermeintlichen Krankheitsschub hervorrufen. Zumindest fühlt es sich so an.
Hitze kann bei Multipler Sklerose sogenannte Pseudoschübe auslösen. Abkühlung kann hier lindernd wirken. Foto: Florian Schuh Hitze kann bei Multipler Sklerose sogenannte Pseudoschübe auslösen. Abkühlung kann hier lindernd wirken.
Dresden. 

Vielen Patienten mit Multipler Sklerose macht die Hitze besonders zu schaffen. Die hohen Temperaturen können bei ihnen vorhandene Beschwerden verstärken.

Dies erläutert Prof. Tjalf Ziemssen, Direktor am MS-Zentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Betroffene fühlen sich zum Beispiel schlapper und müder als sonst. Sehstörungen werden verstärkt, und die motorischen Fähigkeiten lassen nach. Das sei aber kein echter Krankheitsschub, sondern ein Pseudoschub, betont Ziemssen.

Ausgelöst wird das sogenannte Uhthoff-Phänomen vermutlich, weil durch die Krankheit geschädigte Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark bei erhöhter Körpertemperatur Informationen schlechter weiterleiten können. MS-Patienten sollten körperliche Anstrengung bei Hitze deshalb vermeiden.

Abhilfe schaffen auch Kühlwesten, -hauben oder -strümpfe. Wer so etwas nicht zu Hause hat, kann kaltes Wasser in eine Schüssel geben und Arme und Füße hineintauchen. Außerdem müssen Betroffene bei Hitze unbedingt ausreichend trinken. Ein Flüssigkeitsverlust kann die Beschwerden zusätzlich verstärken.

(dpa)
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