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Abnehmen: Kohlsuppen-Diät im Test – kaum Auswahl

Von „Magic Soup“, „magische Suppe“, „Cabbage-Soup-Diet“ – oder ganz einfach „Kohlsuppendiät“: Namen gibt es für die Diät, bei der man sich vorwiegend von einer selbst gekochten Suppe ernährt, viele. Dahinter steckt jedoch –wie der Name bereits verrät- immer das gleiche: Kohlsuppe. Von FNP-Mitarbeiterin Jana Kötter
Unsere Mitarbeiterin Jana Kötter hat noch gut lachen, doch wie lange wird sie die Kohlsuppendiät durchhalten? Foto: Provat Unsere Mitarbeiterin Jana Kötter hat noch gut lachen, doch wie lange wird sie die Kohlsuppendiät durchhalten? Foto: Provat
Weißkohl, Paprika, Möhren, Zwiebeln, Sellerie und Tomaten bilden im ursprünglichen Rezept die magische Formel, die die Pfunde purzeln lassen soll. Um die Entstehungsgeschichte der Diät ranken sich dabei viele Mythen. So ist unklar, wann sie das erste Mal aufkam und wer sie erfand. Fest steht jedoch, dass sich bereits viele Promis zu dieser speziellen Entschlackungskur bekannt haben: Sean Connery, Birgit Schrowange oder Karl Lagerfeld.

Mittlerweile gibt es aufgrund dieser Popularität zahlreiche Abwandlungen des Ursprungs-Rezepts. Alle gemeinsam haben den hohen Anteil an Kohl, meist Weißkohl. Er hat nur 22 kcal pro 100 Gramm, protzt mit Ballaststoffen, liefert Eiweiß und enthält kaum Kohlenhydrate. Sein hoher Vitalstoffgehalt regt den Stoffwechsel an und versorgt dabei mit wichtigen Mineralien und Vitaminen.
Lecker sieht sie schon aus: Die Kohlsuppe ist die Grundlage für die Diät. Foto: Privat Bild-Zoom
Lecker sieht sie schon aus: Die Kohlsuppe ist die Grundlage für die Diät. Foto: Privat
Die Suppe sollte den Großteil der Ernährung ausmachen, von ihr darf so viel gegessen werden wie gewünscht – auch spätabends. Es gilt sogar: Je mehr Suppe, desto besser. Damit die Ernährung jedoch nicht zu eintönig wird, stehen auch andere Dinge auf dem Speiseplan. Morgens und nachmittags gibt es, um die Proteinversorgung sicher zu stellen, einen Eiweißshake.

Am ersten Tag dürfen darüber hinaus außer Bananen alle Obstsorten gegessen werden, am zweiten Tag stehen grünes Gemüse sowie eine Kartoffel am Abend auf dem Speiseplan. Am dritten Tag gibt es sowohl Obst als auch Gemüse, jedoch keine Kartoffeln. Tag vier erlaubt drei Bananen und Magermilch, Tag fünf dann sogar eine Portion Hühnerbrust oder Fisch sowie sechs Tomaten. An Tag sechs ist die Belohnung sogar noch größer: Ein Steak und ein grüner Salat dürfen gegessen werden, bevor die Diät am siebten Tag mit Naturreis und Gemüse endet – sofern man sich nicht entscheidet, noch einige Tage dran zu hängen. Möchte man nur wenig abnehmen oder den Körper kurzzeitig entschlacken, so reichen auch die ersten drei Tage aus.

In jedem Fall ist die Kohlsuppendiät als Kurzzeit-Diät gedacht, die nicht wesentlich länger durchgeführt werden sollte. Sie bietet sich jedoch dazu an, die geplante Ernährungsumstellung anzustoßen und als Auftakt einer langfristig angelegten Änderung im Essverhalten zu stehen. So lässt sich auch der andernfalls drohende Jo-Jo-Effekt vermeiden.

Info

Das ursprüngliche Kohlsuppen-Rezept:

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Fazit:

Die Kohlsuppendiät eine Woche lang durchzustehen, war für mich kein Problem. Im Gegenteil, die einfache Handhabung und die Tatsache, dass ich nur ein Mal in dieser Woche kochen musste, habe ich sehr genossen: Einen großen Topf Suppe kochen, immer wieder aufwärmen. Das macht die Diät auch für gestresste Berufstätige gut durchführbar.

Viele Kollegen haben mich allerdings mitleidig angeschaut, habe ich von meiner Diät erzählt. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Kohl für gewöhnlich eine blähende Wirkung hat – bei manchen stärker, bei manchen schwächer. Ich persönlich hatte keinerlei Beschwerden während der Woche. Wem der Kohl jedoch zusetzt, empfindet die Diät womöglich als qualvoller. Abhilfe schaffen kann, bevor man ganz abbricht, das Trinken von Kamillen- oder Fencheltee.

A propos trinken: Drei Liter am Tag sollen zusätzlich zur Suppe getrunken werden – das regt selbstverständlich den Harndrang an.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass es sich bei der Kohlsuppendiät um eine einfach durchzuführende, -bis auf die mangelnde Abwechslung- auch lecker schmeckende Diät handelt. Durch die sehr gemüselastige Ernährung treten keinerlei Mangelerscheinungen auf, weshalb die Diät auch von Medizinern geschätzt wird. Ich habe mich während der Woche keinesfalls schlapp und hungrig, sondern energiegeladen und stets gesättigt gefühlt.
 
Aufwand:
eher niedrig
 
Kosten:
eher niedrig
 
Gewichtsverlust:
3,4 Kilo (neun Tage)
 
Geeignet für:
Vegetarier (Fleischgerichte an Tag 5 und 6 durch Tofu ersetzen), Veganer, Diabetiker, Berufstätige / Menschen mit wenig Zeit
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