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Mehr Menschen in Deutschland haben einen Organspendeausweis

Mehr als jeder dritte Deutsche besitzt mittlerweile einen Organspendeausweis. Damit ist die Zahl der Bescheinigungen angestiegen. Trotzdem hat die Zahl der tatsächlichen Organspender einen Tiefpunkt erreicht.
Der Anteil der Menschen in Deutschland mit einem Organspendeausweis ist auf mehr als ein Drittel angestiegen. Foto: David Ebener Der Anteil der Menschen in Deutschland mit einem Organspendeausweis ist auf mehr als ein Drittel angestiegen.
Köln. 

Der Anteil der Menschen in Deutschland mit einem Organspendeausweis ist auf mehr als ein Drittel angestiegen. Mittlerweile besitzen 36 Prozent der Bevölkerung das Dokument, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln unter Berufung auf eine neue Umfrage mitteilte.

Bei einer vergleichbaren Befragung im Jahr 2016 hatte der Anteil noch 32 Prozent betragen. Zuerst hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” darüber berichtet. Wie die Umfrage zudem zeigt, stimmen von denjenigen Bürgern, die für sich eine Entscheidung über die Organspende getroffen haben, ihr die meisten auch zu. 72 Prozent von ihnen willigten in eine Organ- und Gewebespende nach dem Tod ein, etwa 14 Prozent widersprachen ihr. Neun Prozent übertrugen die Entscheidung auf eine andere Person. Fünf Prozent machten eine andere Angabe.

Bei den Zahlen handelt es sich nach Angaben der Bundeszentrale um Vorabdaten aus einer noch nicht veröffentlichten Studie. Für sie wurden von November 2017 bis Februar 2018 rund 4000 Bürger befragt. Die Vergleichsstudie war Anfang 2016 entstanden.

Hoch ist die Zahl der Organspender in Deutschland allerdings noch nicht. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erreichte sie im Jahr 2017 mit 797 Spendern einen neuen Tiefpunkt. Der Rückgang liege allerdings weniger in der mangelnden Bereitschaft der Bevölkerung. Eine Ursache sei die enorme Leistungsverdichtung in den Kliniken.

(dpa)
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