E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Ohrgeräusche verschwinden meist wieder

Wenn man Lärm oder Stress ausgesetzt ist, kann es passieren, dass plötzlich ein Fiepen, Rauschen oder Pfeifen im Ohr auftritt. Doch warum reagiert das Gehör auf solche Umwelteinflüsse? Und warum gehen die Ohrgeräusche in einigen Fällen nicht mehr weg?
Ohrgeräusche hat jeder einmal. Sie können durch Lärm, Stress und überbordende Emotionen ausgelöst werden. Foto: Daniel Modjesch Foto: dpa Ohrgeräusche hat jeder einmal. Sie können durch Lärm, Stress und überbordende Emotionen ausgelöst werden. Foto: Daniel Modjesch
Berlin. 

Piept's bei Ihnen? Das ist zugegebenermaßen unangenehm. Manch einer fürchtet, dass das Pfeifen im Ohr gar nicht mehr aufhört. Meist verschwindet das Geräusch aber wieder. Dann gibt es keinen Grund zur Sorge.

Was das ist?

Ohrgeräusche sind erstmal etwas recht Normales. Jeder hat sie, sagt Prof. Birgit Mazurek, Direktorin des Tinnituszentrums an der Berliner Charité. Lärm, Stress, überbordende Emotionen - all das kann dazu führen, dass mehr Botenstoffe in den Hörsinneszellen ausgeschüttet werden als normalerweise. Jede Hörwahrnehmung wird ins Gehirn geleitet. Dort werden in der Regel unwichtige Geräusche herausgefiltert. Schon kleinste Störungen im Hörsystem können aber dazu führen, dass der Filter nicht richtig funktioniert. Dann nimmt der Mensch das Geräusch wahr: etwa ein Rauschen, Knistern, Piepen, Pfeifen, Pulsieren - jeder etwas anderes. Jeder auf einer anderen Frequenz.

Was also tun?

In den allermeisten Fällen verschwindet das Geräusch nach kurzer Zeit wieder. Dann bleibt die Frage: Was hat das Geräusch ausgelöst - laute Musik etwa oder vielleicht zu viel Stress? Wer das Geräusch als unangenehm empfindet, kann versuchen, solche Auslöser zu meiden.

Ob ein Ohrgeräusch chronisch wird, hängt davon ab, wie viel Bedeutung man ihm zumisst. Löst es Angst aus? Ist jemand davon sehr genervt oder neigt ohnehin zu depressiven Verstimmungen? Dann kann es passieren, dass das Geräusch im Gehirn gespeichert wird. Bleibt es drei Monate lang, gilt es als chronisch. Eine Krankheit ist ein Tinnitus nur, wenn Betroffene sich davon stark eingeschränkt fühlen.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Gesundheit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen