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Osteoporoserisiko mit Walken und Wandern senken

Ältere Menschen sollten mindestens dreimal in der Woche eine halbe Stunde lang Walken oder Wandern. So kann das Osteoporoserisiko gemindert werden. Foto: Julian Stratenschulte Ältere Menschen sollten mindestens dreimal in der Woche eine halbe Stunde lang Walken oder Wandern. So kann das Osteoporoserisiko gemindert werden. Foto: Julian Stratenschulte
Saarbrücken. 

Im Alter steigt das Risiko einer Osteoporoseerkrankung. Im schlimmsten Fall bekommen Betroffene durch den Knochenschwund starke Schmerzen oder häufige Frakturen. Viel Bewegung kann dem vorbeugen.

Ausdauersport wie Gehen, Laufen, Walken oder Wandern können das Risiko senken, an Osteoporose zu erkranken. Denn bei diesen Bewegungen wirkt das gesamte Körpergewicht auf das Skelett ein, die Muskulatur übt darüber hinaus eine Druck-Zug-Belastung aus. Das erläutert Sabine Kind von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. Sie rät, mindestens dreimal in der Woche eine halbe Stunde lang aktiv zu sein.

Noch häufiger stehen idealerweise Übungen auf dem Programm, die das Körpergefühl verbessern. Sie sind wichtig, um die Sturz- und damit die Knochenbruchgefahr zu verringern. Das Gleichgewicht lässt sich beispielsweise mit dem Stehen auf einem Bein oder auf einem instabilen Untergrund trainieren. Gut für die Koordination und die Beweglichkeit sind etwa Yoga, Tai Chi oder Pilates.

Auch ein gerätegestütztes Krafttraining oder Belastungen wie Aerobic oder kleine Sprünge sind sinnvoll, weil sie Kraftimpulse an den Knochen geben. Es hilft Kind zufolge aber auch schon, auf einem Bein stehend die Zähne zu putzen, die Strümpfe im Stehen anzuziehen oder möglichst lang auf einer gedachten Geraden zu laufen.

Osteoporose wird umgangssprachlich auch als Knochenschwund bezeichnet. Grob gesagt handelt es sich dabei um eine Stoffwechselkrankheit, bei der übermäßig viel Knochenmasse abgebaut wird. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität und Belastbarkeit. Starke Schmerzen und ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen sind die Folgen. Neben der genetischen Veranlagung, dem Alter und dem Geschlecht sind auch eine ungesunde Ernährung, ein Kalzium- und Vitamin-D-Mangel, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und zu wenig Bewegung weitere Risikofaktoren.

(dpa)
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