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Schwangere mit Bluthochdruck: Besser kein Salzverzicht

Wer unter zu hohem Blutdruck leidet, dem wird oft eine Ernährungsweise mit wenig Salz nahegelegt, um ihn zu senken. Bei Schwangeren kann jedoch genau das Gegenteil der Fall sein.
Fünf Prozent aller Schwangeren leiden unter erhöhtem Blutdruck. Eine salzarme Diät ist dann trotzdem nicht angeraten Foto: Andrea Warnecke Fünf Prozent aller Schwangeren leiden unter erhöhtem Blutdruck. Eine salzarme Diät ist dann trotzdem nicht angeraten Foto: Andrea Warnecke
München. 

Menschen mit Bluthochdruck und Wassereinlagerungen im Gewebe müssen sich normalerweise salzarm ernähren. Bei Frauen, die erst in ihrer Schwangerschaft diese Gesundheitsprobleme bekommen haben, ist das anders: Sie nehmen Wasser und Salz besser weiter im üblichen Umfang zu sich - sonst droht ihnen und ihrem ungeborenen Kind Gefahr. Darauf weist Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München hin. Wichtig ist es außerdem, sich zu schonen, Stress zu vermeiden und genug zu schlafen.

Gerade bei sommerlicher Hitze verliert der Körper durchs Schwitzen viel Flüssigkeit und Mineralien. Diese Verluste müssen durch ausreichendes Trinken und Salz in der Nahrung ausgeglichen werden. Etwa 5 von 100 Frauen bekommen dem BVF zufolge in der zweiten Schwangerschaftshälfte Bluthochdruck und Wasseransammlungen. Fachleute sprechen dann von einer Gestose.

Das Kind könne sich dadurch zu langsam entwickeln oder der Blutdruck der Mutter in lebensbedrohliche Höhe steigen. Auch eine Frühgeburt sei möglich. Kopfschmerzen, Schwindel, Sehprobleme und Übelkeit sind mögliche Hinweise dafür, dass sich der Zustand der Frau verschlechtert und sollten vom Arzt genau untersucht werden.

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