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So behandelt man die chronische Divertikelkrankheit

Divertikel sind kleine Ausstülpungen am Darm. Sie bleiben häufig unbemerkt, verursachen aber manchmal Beschwerden. Kehren diese immer wieder, spricht man von einer chronischen Divertikelkrankheit. Abhilfe schafft manchmal eine andere Ernährung.
Nicht immer reicht eine Umstellung der Ernährung. Bei einer komplizierten Divertikelentzündung kommen meist Antibiotika zum Einsatz. Foto: David Ebener Nicht immer reicht eine Umstellung der Ernährung. Bei einer komplizierten Divertikelentzündung kommen meist Antibiotika zum Einsatz.
Köln. 

Die gute Nachricht zuerst: Eine chronische Divertikelkrankheit ist nur selten gefährlich. Wenn kleine Ausstülpungen am Darm - sogenannte Divertikel - aber immer wieder Probleme bereiten, ist das für die Patienten unangenehm.

Möglicherweise hilft den Betroffenen eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Kost, erklärt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf seinem Portal gesundheitsinformation.de. Wer viel Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Obst isst, bei dem wird der Stuhl schneller durch den Darm befördert. Dazu unbedingt ausreichend trinken.

Während die Divertikel bei der chronischen Divertikelkrankheit Schmerzen oder Blähungen verursachen, ohne dass es Zeichen einer Entzündung gibt, entzünden sie sich bei der wiederkehrenden Divertikulitis immer wieder. Gegen die Schmerzen sollten Patienten dann keine nicht-steroidalen Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac einnehmen. Sie könnten Komplikationen begünstigen, warnt das IQWIG.

Bei einer komplizierten Divertikelentzündung kommen meist Antibiotika zum Einsatz. Manche Patienten bekommen auch ein Medikament, das eigentlich nur für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn zugelassen ist. Die Wirkung dieser Mittel bei wiederkehrenden Divertikel-Beschwerden ist allerdings laut IQWIG bisher nicht ausreichend belegt.

Eine Operation kommt infrage, wenn nichts anderes hilft. Sie sollte aber gut überlegt sein. Denn erstens geht sie mit Risiken einher, und zweitens sei nicht garantiert, dass die Beschwerden danach verschwinden. Die Wahrscheinlichkeit sei sogar eher gering, schreibt das IQWIG.

(dpa)
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