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So erhalten Allergiker ihr Riechvermögen

Wer Heuschnupfen hat, dem machen meist die gereizten Nasenschleimhäute besonders zu schaffen. Oft leidet dann auch der Geruchssinn. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt erklärt, was man dagegen tun kann.
Heuschnupfen beeinträchtigt bei Betroffenen oft den Geruchssinn. Helfen können in dem Fall regelmäßige Nasenspülungen. Foto: Bodo Marks Heuschnupfen beeinträchtigt bei Betroffenen oft den Geruchssinn. Helfen können in dem Fall regelmäßige Nasenspülungen.
Freiburg am Breisgau. 

Es kribbelt, es juckt, die Nase läuft - Allergiker kennen diese Symptome. In der Heuschnupfen-Saison sind die Schleimhäute in der Nase ständig gereizt.

„In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Nase regelmäßig mit einer isotonen Salzlösung zu spülen”, erklärt Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Dadurch werden die Schleimhäute von den Allergenen befreit und die Beschwerden gelindert.” Sinnvoll ist die Spülung aber noch aus einem anderen Grund: Sie pflegt die Nasenschleimhaut. Chronische Entzündungen - wie bei Allergikern - könnten oft eine veränderte Schleimhaut aufweisen, erklärt Deeg. Eine Folge: Polypen können das Riechvermögen nachhaltig stören. „Die Moleküle können das Riechareal in der Nase einfach nicht mehr erreichen.”

In diesem Fall können kortikosteroide Medikamente helfen, die sowohl als Spray als auch in besonderen Fällen in Tablettenform verabreicht werden können. Die Medikamente wirken entzündungshemmend. „Auch die Nasenpolypen können sich zurückbilden und das allgemeine Riechvermögen so wieder verbessert werden.” Hilft das nicht, ist unter Umständen ein Eingriff nötig. Die Polypen werden dann operativ entfernt.

(dpa)
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