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Verdacht auf Unverträglichkeit vom Arzt abklären lassen

Bauchschmerzen nach dem Kaffee? Das muss die Milch sein. Durchfall nach dem Essen? Bestimmt das Gluten. Wer Beschwerden im Bauch hat, führt das manchmal vorschnell auf eine Unverträglichkeit zurück. Es kann aber auch etwas ganz anderes dahinterstecken.
Bekommt man immer wieder Bauchschmerzen beim Essen, kann eine Unverträglichkeit dahinter stecken. Vor einer Ernährungsumstellung sollte zunächst ein Arzt ausschließen, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Foto: David Ebener/dpa Bekommt man immer wieder Bauchschmerzen beim Essen, kann eine Unverträglichkeit dahinter stecken. Vor einer Ernährungsumstellung sollte zunächst ein Arzt ausschließen, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Foto: David Ebener/dpa
Ulm. 

Schmerzt der Bauch während des Essens, kann das ein Zeichen für eine Unverträglichkeit sein. Dann sollte man aber nicht einfach selbst die Ernährung umstellen, sondern zum Arzt gehen. Hinter den Beschwerden könnte nämlich auch eine Magenerkrankung stecken.

Der Arzt bittet bei starken Beschwerden erstmal zur Magenspiegelung, erklärt Dagmar Mainz, Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. Dabei zeigt sich zum Beispiel, ob eine Entzündung oder ein Geschwür hinter den Beschwerden steckt. Der Arzt überprüft auch, ob sich der Patient mit Helicobacter pylori angesteckt hat. Dieser Magenkeim kann nicht nur Geschwüre verursachen, sondern auch an der Entstehung von Magenkrebs beteiligt sein.

Sind solche ernsthaften Erkrankungen ausgeschlossen worden, steht eventuell ein Test auf eine Unverträglichkeit an. Mainz zufolge weisen darauf auch flüssiger Stuhl oder Blähungen hin. „Am häufigsten vertragen Patienten keine Laktose oder keine Fruktose”, erklärt sie. Beides lasse sich mit einem Atem-Test sicher feststellen.

Dafür bekommt der Patient eine Lösung zu trinken, die - je nach Verdacht - Milchzucker (Laktose) oder Fruchtzucker (Fruktose) enthält. Wenn der Körper die Laktose beziehungsweise Fruktose nicht richtig verarbeitet, produzieren Darmbakterien Wasserstoff. Diesen wiederum kann man mit einem Atemgerät messen.

Bestätigt der Atem-Test den Verdacht, hilft nur eine Nahrungsumstellung, sagt Mainz. „Damit geht es den Patienten dann aber normalerweise gut.” Die Magen-Darm-Ärztin hält aber nichts davon, aus einem vagen Gefühl heraus auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten: „Man rutscht dadurch schnell in eine einseitige Ernährungsweise” - und das häufig ohne Grund.

(dpa)
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