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WHO-Empfehlungen für Operationen

Die Weltgesundheitsorganisation setzt sich für einen besseren Infektionsschutz in den Operationssälen ein. Krankenhäuser und Chirurgie-Praxen sollten daher ganz bestimmte Maßnahmen ergreifen.
Die WHO empfiehlt: Patienten sollten kurz vor dem Eingriff nicht mehr rasiert werden. Dies ist eine von 29 Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen in der Chirurgie. Foto: Maurizio Gambarini Die WHO empfiehlt: Patienten sollten kurz vor dem Eingriff nicht mehr rasiert werden. Dies ist eine von 29 Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen in der Chirurgie. Foto: Maurizio Gambarini
Genf. 

Zur Vorbereitung auf eine Operation sollten Patienten stets gebadet oder geduscht, aber nicht mehr kurz vor dem Eingriff rasiert werden. Diese Empfehlung gehört zu den neuen Richtlinien, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgestellt hat.

Zudem sollen Antibiotika nur vor oder während, jedoch möglichst nicht mehr direkt nach einer Operation verabreicht werden. Damit sowie durch eine Reihe weiterer Vorsichtsmaßnahmen könnten lebensgefährliche Infektionen mit Krankenhauskeimen sowie die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen erheblich reduziert werden, erklärte die WHO. Die Organisation legte einen Katalog mit 29 Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen in der Chirurgie vor, der im Fachmagazin „The Lancet Infectious Diseases” veröffentlicht wurde.

Die Empfehlungen - darunter auch konkrete Hinweise auf bestimmte Desinfektionsmittel - beruhen auf 26 Fallstudien, die von 20 Experten ausgewertet wurden. Durch ihre Befolgung könnten Menschenleben gerettet, Behandlungskosten reduziert und Antibiotikaresistenzen eingedämmt werden, erklärte die stellvertretende WHO-Direktorin Marie-Paule Kieny. Patienten, die sich auf eine OP vorbereiten, empfiehlt die WHO, dass sie ihren Arzt fragen, ob er die neuen WHO-Empfehlungen kennt und befolgt.

(dpa)
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