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Wann das Bauchgefühl weiterhelfen kann

Der Bauch sagt Ja, der Kopf sagt Nein - Entscheidungen zu treffen, fällt vielen Menschen schwer. Wann man am besten seiner Intuition folgt, erklärt ein Biopsychologe von der Freien Universität Berlin.
Seinem Bauchgefühl folgen sollte nur, wer auf dem betreffenden Gebiet viel Erfahrung mitbringt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Seinem Bauchgefühl folgen sollte nur, wer auf dem betreffenden Gebiet viel Erfahrung mitbringt.
Berlin. 

„Verlass dich auf dein Bauchgefühl” - das bekommt manch einer zu hören, wenn er eine wichtige Entscheidung treffen soll. Aber ist es wirklich sinnvoll, der eigenen Intuition zu vertrauen statt nach einer rationalen Lösung zu suchen?

„Kommt darauf an”, sagt Peter Walschburger, Biopsychologe von der Freien Universität Berlin. Hat jemand sehr viel Erfahrung auf einem Gebiet, kommt er oft schneller zu einer richtigen Entscheidung, als wenn er alle Möglichkeiten durchdacht hätte.

Hotelportiers beispielsweise können Menschen häufig sehr gut einschätzen, erfahrene Ärzte haben manchmal ein Gespür dafür, welche Krankheit ein Patient hat, und manche Ermittler spüren rasch und treffsicher Menschen auf, die etwas ausgefressen haben. Wie sie zu ihrem Schluss gekommen sind, können sie häufig selbst gar nicht sagen.

Das Problem: Der Mensch sitzt dabei mitunter auch Klischees auf, ohne es zu bemerken. „Lächelnde Menschen zum Beispiel halten wir nachweislich für intelligenter als solche, die ernst dreinschauen”, sagt Walschburger. Hört jemand auf das eigene Bauchgefühl, weiß er also nie, ob er damit tatsächlich richtig liegt. „Intuition macht Wissenschaft nicht überflüssig.”

Walschburger plädiert deshalb dafür, nur dann der eigenen Intuition zu folgen, wenn man sehr viel Erfahrung und Wissen im jeweiligen Kontext gesammelt hat, die Situation eine schnelle Entscheidung erfordert und man diese hinterher nicht überzeugend begründen muss.

(dpa)
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