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Was ist beim Einsatz eines HIV-Selbsttests zu beachten?

Für ein früheres Erkennen von Aids-Erkrankungen sollen HIV-Selbsttests künftig leichter erhältlich sein. Wie zuverlässig sind die Tests und was ist bei deren Einsatz zu berücksichtigen?
Künftig sollen HIV-Selbsttests für alle in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich sein. Foto: Britta Pedersen Künftig sollen HIV-Selbsttests für alle in Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich sein.
Berlin. 

HIV-Selbsttests sollen bald auch in Apotheken und Drogerien erhältlich sein. Anwender sollten beachten, dass diese Tests erst 12 Wochen nach einer möglichen Übertragung eine HIV-Infektion ausschließen können, informiert die Deutsche Aids-Hilfe.

Auf das Ergebnis „HIV-negativ” kann man sich also erst drei Monate nach dem letzten Risiko einer Übertragung verlassen. Die Tests seien zudem sehr empfindlich und könnten auch ein positives Ergebnis zeigen, wenn gar keine Infektion vorliegt.

Zeigt der Test eine HIV-Infektion an, müssen Betroffene dies daher durch einen weiteren Labortest bestätigen lassen. Diesen Bestätigungstest kann zum Beispiel ein Arzt vornehmen. Betroffene können sich auch an das Gesundheitsamt oder einen Checkpoint der Aidshilfen wenden. Erst wenn auch dieser Test ein positives Ergebnis zeigt, liege eine HIV-Infektion vor.

Bisher dürfen solche Schnelltests in Deutschland unter anderem nur an Ärzte, Gesundheitseinrichtungen und Beratungsstellen abgegeben werden. Künftig sollen sie wie etwa auch Schwangerschaftstests für alle in Apotheken oder Drogeriemärkten zu bekommen sein.

Die Deutsche Aids-Hilfe begrüßte die Änderung , die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebracht hat. Die freie Verfügbarkeit senke die Hemmschwelle und ermögliche so mehr Menschen eine frühe Diagnose und damit eine Behandlung. Denn manche scheuten den Gang in eine Arztpraxis oder eine Teststelle.

Hierzulande leben nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts 12.700 Menschen ohne ihr Wissen mit HIV. Insgesamt sind knapp 90.000 Menschen mit dem Erreger der Immunschwächekrankheit Aids infiziert.

(dpa)
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