E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 15°C

Weißdorn ist Arzneipflanze des Jahres 2019

Er hilft bei Herzschwäche und verursacht wenig Nebenwirkungen: der Weißdorn. Die Universität Würzburg hat den Strauch nun zur Arzneipflanze des Jahres 2019 gekürt.
Der Weißdorn ist zur Arzneipflanze des Jahres 2019 gewählt worden. Die Pflanze wird vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt. Foto: Tim Brakemeier Der Weißdorn ist zur Arzneipflanze des Jahres 2019 gewählt worden. Die Pflanze wird vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt.
Würzburg. 

Der Weißdorn ist die Arzneipflanze des Jahres 2019. Die Pflanze aus der Familie der Rosengewächse werde seit vielen Jahrhunderten vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt, sagte Tobias Niedenthal vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde in Würzburg.

Viele Studien hätten bestätigt, dass die Pflanze eine Wirkung auf das Herz habe. „Der größte Vorteil ist, dass Nebenwirkungen fast nicht vorhanden und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht bekannt sind.”

Seit 2016 ist der Weißdorn (Crataegus) auch aufgrund der Unbedenklichkeit und der guten Verträglichkeit des Wirkstoffs von der deutschen Zulassungsbehörde als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Weißdorn sei damit das einzige bekannte mild wirkende pflanzliche Mittel gegen Herzschwäche.

Für die heilende Wirkung werden Blätter und Blüten genutzt und deren Wirkstoffe industriell extrahiert. Das könne man zwar auch selbst daheim machen, dann sei aber die Wirkung nicht garantiert, so Arzneimittel-Experte Niedenthal.

Von Weißdorn gibt es mehreren Hundert Arten weltweit. Zwei in Mitteleuropa wachsende Varianten sind als Grundlage für das pflanzliche Arzneimittel zugelassen. Die Pflanze blüht meist zwischen Mai und Juni üppig weiß.

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg legt jedes Jahr eine Heilpflanze fest. Das soll die Bedeutung der Arzneipflanzen als wirksame Medizin stärker ins Bewusstsein rücken.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Gesundheit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen