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Windpocken: Fehlende zweite Impfdosis lässt sich nachholen

Die Windpocken-Impfung schützt vor der hoch ansteckenden Infektion mit Varizellen. Sie wird in zwei Dosen verabreicht und hält ein Leben lang. Die zweite Impfdosis kann auch nach dem vorgesehenen Zeitpunkt erfolgen.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Windpocken-Impfung für jedes Kind. Die Impfung schützt vor der hoch ansteckenden Infektion mit Varizellen. Foto: Lukas Schulze/dpa Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Windpocken-Impfung für jedes Kind. Die Impfung schützt vor der hoch ansteckenden Infektion mit Varizellen.
Köln. 

Die Ständige Impfkommission ( STIKO ) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, jedes Kind gegen Windpocken impfen zu lassen. „Das Kind bekommt zwei Impfdosen”, erklärt Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

„Sie schützen ein Leben lang sehr gut vor einer Infektion mit Varizellen.” Dass das Immunsystem nicht auf die Impfung anspricht, komme nur sehr selten vor. Wurde eine Impfdosis nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt verabreicht, kann sie jederzeit nachgeholt werden.

Standardmäßig bekommen Kinder die erste Dosis mit 11 bis 14 Monaten - meist im Rahmen der U6 - und die zweite mit 15 bis 23 Monaten. Auch als Erwachsener kann man sich noch gegen Windpocken impfen lassen, sagt Kahl. Dies ist allerdings nicht nötig, wenn man Windpocken als Kind durchgemacht hat.

Die STIKO empfiehlt die Impfung im Erwachsenenalter Menschen mit besonderen gesundheitlichen Risiken. Das sind zum Beispiel Patienten mit schwerer Neurodermitis oder Menschen, die sich einer Organtransplantation unterziehen müssen.

(dpa)
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