Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
1 Kommentar

Wird Hühnerfleisch durch Abwaschen hygienischer?

Wer die Hähnchenbrustfilets aus der Packung nimmt, wirft sie selten gleich in die Pfanne - zuerst werden die Keime abgewaschen. Doch gibt es überhaupt Belege dafür, dass die Methode funktioniert?
Hühnerbrustfilet wird vor der weiteren Verarbeitung oft abgewaschen - einen großen Unterschied macht das nicht. Foto: Andreas Gebert Hühnerbrustfilet wird vor der weiteren Verarbeitung oft abgewaschen - einen großen Unterschied macht das nicht. Foto: Andreas Gebert
Hannover. 

Manch einer wäscht sein Hühnerfleisch vor der weiteren Verarbeitung und Zubereitung mit Wasser ab - so soll das Ganze hygienischer werden. Aber stimmt das eigentlich?

Fleisch waschen oder nicht: „Das ist eine Glaubensfrage, es gibt keine fundierte Untersuchungen dazu”, sagt Helga Strube von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung Sektion Niedersachsen. Allerdings sollte man wissen: „Auch wenn man sein Hühnchen abwäscht, auf dem Fleisch selber bleiben die Keime dennoch haften.” Somit gebe es eigentlich keinen Grund, Geflügel vor dem Garen zu waschen. „Hygiene-Experten vermuten sogar, dass sich Bakterien und Keime eher dadurch in der Küche besser verteilen könnten.”

Statt das Geflügel abzuwaschen, sollte man an anderer Stelle besonders auf die Hygiene achten: das Fleisch zum Beispiel direkt aus dem Kühlschrank in die Pfanne geben, statt es ungekühlt offen liegen zu lassen. Außerdem muss beim Garen „eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad über einen Zeitraum von zehn Minuten erreicht werden, um Erreger abzutöten”, betont Strube. Nach der Verarbeitung von rohem Fleisch sollte man sich die Hände waschen sowie benutzte Utensilien und Flächen säubern.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Gesundheit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse