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Hund verschluckt Medikamente: Tier niemals selbst behandeln

Nur ein kleiner Moment Unaufmerksamkeit reicht aus, und der Hund hat irgendetwas gefressen. Foto: Bodo Marks Nur ein kleiner Moment Unaufmerksamkeit reicht aus, und der Hund hat irgendetwas gefressen. Foto: Bodo Marks
Berlin. 

Achtlos herumliegende Medikamente können für Hunde gefährlich sein. Zum einen sind viele Wirkstoffe für sie unverträglich. Zum anderen sind die Dosierungen meist auf ein viel höheres Körpergewicht als das von Hunden ausgelegt, warnt Tina Hölscher von der Organisation Aktion Tier.

Erwischen Halter ihr Tier dabei, wie es Tabletten verschluckt oder haben einen Verdacht, müssen sie es sofort zum Tierarzt bringen. Er kann durch eine Injektion Erbrechen auslösen, und so die Tabletten wieder zum Vorschein bringen. Aufwendiger ist es, unter Narkose den Magen des Tieres auszupumpen.

Schädlich ist es, wenn Besitzer ihr Tier selbst behandeln und ihm bei Durchfall beispielsweise Kohletabletten geben. „Das verlangsamt nur die Ausscheidung der giftigen Substanz”, erklärt Hölscher. Je nachdem was für ein Medikament der Hund verschluckt hat, kann er unter vermehrtem Speicheln, Zittern, Krämpfen und Durchfall leiden. Im schlimmsten Fall können die verschluckten Pillen tödlich sein.

(dpa)
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