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Schmusetiger: Rassekatzen: Bengalen und Maine Coon liegen im Trend

Sie blinzeln von Balkonen und bevölkern Wohnungen: Mehr als zehn Millionen Katzen soll es in deutschen Haushalten geben, darunter auch solche mit Stammbaum. Doch woran erkennt man einen seriösen Züchter, und was sind die Trends?
Große Ähnlichkeit mit Wildtieren: Arten wie die Bengalkatze liegen derzeit bei Rassekatzen im Trend. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Große Ähnlichkeit mit Wildtieren: Arten wie die Bengalkatze liegen derzeit bei Rassekatzen im Trend.
Erfurt. 

Bei Rassekatzen liegen derzeit Arten im Trend, die Wildtieren möglichst ähnlich sehen. Dazu gehören Bengalkatzen, die aus einer Kreuzung mit der asiatischen Leopardkatze entstanden, sagte Jeanette Glawion vom Berliner Felina e.V.

Sie ist eine der Organisatoren einer Internationalen Rassekatzen-Ausstellung in Erfurt. „Bengalkatzen sind im Kommen”, stellte Glawion fest. Ebenso gehöre die Maine Coon oder auch amerikanische Waldkatze in diese Gruppe. Wie bei Hunden gebe es bei Rassekatzen gewisse Modeerscheinungen. Das ändere aber nichts daran, dass klassische Arten wie Perser, Britisch Kurzhaar oder Siam nach wie vor weit verbreitet seien.

Den Züchtern bereite Sorge, dass viele Tiere aus illegalen Aufzuchten kämen. „Schwarzzüchter sind ein ganz großes Problem”, sagte Glawion. Weil sie bestimmte Gesundheitstests bei ihren Tieren nicht machten, könnten sich Krankheiten in den Rassen ausbreiten. Seriöse Züchter wiesen nicht nur die Testergebnisse und Impfpässe bei ihren Tieren mit Stammbaum vor, sondern informierten Katzenfreunde auch über die Besonderheiten und Bedürfnisse der einzelnen Rassen oder über die Eltern der Tiere.

Nach Angaben der Tierschutzorganisation Peta leben in deutschen Haushalten etwa 13 Millionen Katzen. Die Organisation kritisiert die Zucht, weil es dadurch noch mehr Katzen als ohnehin schon gebe. Jährlich würden Zehntausende Tiere in Tierheimen abgegeben oder einfach ausgesetzt.

(dpa)
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