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Bohrhämmer-Test: Mehr Leistung, mehr Akku, mehr Funktionen

Ein Bohrhammer ist ursprünglich dafür gedacht, Löcher in Beton zu bohren. Mittlerweile können die Geräte aber noch viel mehr. Das zeigt ein Test, bei dem zehn Modelle genauer untersucht wurden.
Viele Borhhämmer zeigen im Test eine gute Leistung. Die Geräte erzeugen im Unterschied zum Schlagbohrer weniger, dafür aber stärkere Schläge. Foto: Klaus Erich Haun/Selbst ist der Mann/dpa-tmn Viele Borhhämmer zeigen im Test eine gute Leistung. Die Geräte erzeugen im Unterschied zum Schlagbohrer weniger, dafür aber stärkere Schläge.

Köln (dpa/tmn) - Viele Bohrhämmer auf dem Markt haben eine sehr gute Leistung. Das zeigt ein Test der Zeitschrift „Selbst ist der Mann” (Ausgabe Januar 2018) in Zusammenarbeit mit dem Tüv Rheinland. „Wir waren von der guten Leistung der Modelle positiv überrascht”, sagt Redakteur Peter Baruschke.

Bei einem Bohrhammer ist der Bohrkopf beweglich gelagert. Im Unterschied zum Schlagbohrer erzeugt er weniger, aber stärkere Schläge. Durch seine höhere Schlagkraft könne er laut Baruschke einen Schlagbohrer leicht ersetzen - insbesondere wenn Heimwerker ihn nur gelegentlich nutzen. „Mit einem Bohrhammer kommt man gerade in harten Wänden weiter als mit einem Schlagbohrer. Denn ihn müssen Handwerker nicht andrücken, damit er seine Schlagenergie freisetzt”, sagt Baruschke.

Ein weiterer Vorteil: Mit entsprechenden Adaptern können Heimwerker die Funktionen des Bohrhammers zusätzlich erweitern. „Der Bohrhammer kann dann auch Holz und Metall bohren, Schrauben montieren und einige Modelle sogar meißeln”, erläutert Baruschke.

Eine Besonderheit des Bohrhammers: In der Regel ist er nur mit SDS-Bohrern kompatibel. Eine Ausnahme gab es bei den getesteten Bohrern - ein Gerät von Bosch (Uneo Maxx für rund 200 Euro). „Die Marke verwendet ein eigenes System”, erklärt Baruschke. Deshalb sein Tipp: Beim Kauf eines Bohrhammers immer genau auf die Ausstattung achten. „Einzelne Geräte haben beispielsweise Adapter und SDS-Bohrer bereits dabei”, sagt er.

Die meisten getesteten Geräte - darunter fünf Profi-Maschinen und fünf Heimwerker-Maschinen - hatten überwiegend hohe Akkureserven und eine hohe Drehleistung - das sind wichtige Kaufkriterien. Ebenso war der Rundlauf der Bohrer bei vielen Modellen gut.

Ganz vorne im Test lag das Gerät von DeWalt (DCH273). Der Bohrer bekam die Gesamtnote „sehr gut” - allerdings müssen Heimwerker für dieses Profigerät rund 660 Euro bezahlen. Günstiger im Profibereich war ein Gerät von AEG (BBH 12) mit guter Bewertung - es kostete rund 320 Euro.

Preiswerte Bohrhämmer, die „gut” abschnitten, gab es auch bei den Heimwerker-Maschinen: Das Gerät Parkside von Lidl (PABH 20 Li-B2) kostete nur rund 60 Euro - und wurde damit Preis-Leistung-Sieger. Das Bosch-Gerät (Uneo Maxx) für rund 200 Euro und das Modell von Ryobi (R 18SDS) für rund 220 Euro bekamen ebenfalls die Gesamtnote „gut”.

Hinten im Test lagen die Heimwerker-Geräte von Einhell (TE-HD 18 Li - für rund 140 Euro) sowie von Worx (WX 390 - für rund 190 Euro). Beide Modelle brauchten beim Beton-Bohren etwas länger, deshalb bekamen sie nur die Gesamtnote „befriedigend”.

Anwendungstipp: Wollen Heimwerker Fliesen bohren, sollten sie den Bohrhammer zunächst vorsichtig aufsetzen und die oberste Schicht mit abgeschaltetem Schlagwerk anbohren. „Die volle Schlagkraft sollten Sie am besten erst anmachen, wenn der Bohrer auf Beton trifft”, erklärt Baruschke. Sonst kann die Fliese zerspringen.

(dpa)
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