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Der nächste Winter kommt: Heizung zum Saisonende optimieren

Da die bitterkalten Tage gerade erst vorbei sind, fällt es natürlich schwer, schon an den nächsten Winter zu denken. Doch es lohnt sich: Wer den Frühling und Sommer dazu nutzt, seine Heizung zu optimieren, kann in der kommenden Heizperiode Geld sparen.
Wenn zum Saisonende die Heizung ausgestellt wird, sollte man sie nicht bis zum nächsten Winter vergessen. Denn nun ist ein guter Zeitpunkt, die Anlage zu warten. Foto: Christin Klose/dpa Wenn zum Saisonende die Heizung ausgestellt wird, sollte man sie nicht bis zum nächsten Winter vergessen. Denn nun ist ein guter Zeitpunkt, die Anlage zu warten. Foto: Christin Klose/dpa
Berlin. 

Kaum ist der Winter vorbei, und die ersten warmen Sonnenstrahlen locken in den Garten, sollten Hausbesitzer schon wieder an die klirrende Kälte im kommenden Winter denken. Und vor allem aber daran, wie sie es sich dann mollig-warm in den Räumen machen.

Nach dem Winter ist die beste Zeit für den Check-up und die Vorbereitung der Heizungsanlage. Der Zeitpunkt liegt auf der Hand: Soll die Heizung ab Herbst optimal laufen, muss man die Pause nutzen. Das erleichtert auch das Beauftragen eines Handwerkers. Denn Termine gibt es Branchenangaben zufolge in vielen Regionen aktuell nur mit viel Vorlauf. Ein Fahrplan für Hausbesitzer:

- Abrechnung überprüfen: Die Heizkosten -Rechnung trudelt irgendwann im Laufe des Jahres ein. Sie sollte man nicht einfach wegpacken - weil an einem heißen Sommertag der Winter gefühlt nun mal so weit weg ist wie Sibirien von der Karibik. Vielmehr kann die Auflistung dem Hausbesitzer zeigen, ob seine Anlage einen unentdeckten Defekt hat und er möglichst vor dem Herbst noch die Reparatur oder gar den Austausch von Komponenten der Anlage beauftragen muss.

Übersteigt die diesjährige Abrechnung die Vorjahreszahlen um mehr als zehn Prozent, sollte man einen Fachmann rufen, rät der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum in Bonn daher.

Bedenken muss man allerdings die Witterung: War diese entscheidend kälter als etwa im Vorjahr, steigt natürlich auch der Energieverbrauch. Das war laut Auswertungen im Winter 2016/17 der Fall. Das Internet-Vergleichsportal Verivox hat ermittelt, dass Haushalte von Anfang Oktober bis Ende März durchschnittlich zwölf Prozent mehr Energie aufwenden mussten. Das Portal Check24 schätzt den Mehrbedarf auf acht Prozent.

- Check-up anleiern: Der Heizungsprofi überprüft dabei die Heizungspumpe. Dieses Gerät befördert das vom Kessel aufgeheizte Wasser durch die Rohre zu den Heizkörpern . Auch wartet der Fachmann einzelne Komponenten der Anlage wie Kessel und Brenner, schaut sich Verschleißteile wie Düsen und Filtereinsätze an, reinigt oder ersetzt beschädigte Stücke.

- Hydraulischen Abgleich beauftragen: Ein Sanitärfachmann ermittelt beim hydraulischen Abgleich für jeden Wohnraum die benötigte Wärmeleistung. Darauf basierend stellt er die nötige Wassermenge der Heizungsanlage und die optimale Vorlauftemperatur ein. Er errechnet die Pumpenleistung sowie die nötigen Widerstände im Heizkreislauf. Dadurch wird zum Beispiel sichergestellt, dass von der Umwälzpumpe zu den Heizkörpern und zurück immer genau die benötigte Wassermenge fließt.

Das ist wichtig - denn wenn zu viel oder zu wenig Wasser fließt, werden nicht alle Räume im Haus gleichmäßig warm. Die Folge ist, dass kältere Heizkörper stärker aufgedreht werden. Und das verursacht unnötige Kosten.

Hinweise auf falsche Einstellungen haben Bewohner vielleicht den Winter über wahrgenommen. Hat die Heizung Fließgeräusche, Pfiffe und Gluckern von sich gegeben? Waren einzelne Heizkörper kälter als andere bei gleicher Einstellung? Voraussetzung für den hydraulischen Abgleich sind programmierbare Thermostatventile. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gibt die Kosten mit rund 650 Euro an. Ein Zuschuss von 30 Prozent durch den Staat ist möglich. Danach seien bei den Betriebskosten Einsparnisse von bis zu zehn Prozent möglich.

- Schlaue Thermostatventile einbauen: Programmierbare Thermostate helfen beim Sparen. Co2online zufolge lassen sich in einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fläche und acht Heizkörpern bei einem Austausch eines über 15 Jahre alten Thermostatventil jedes Jahr 190 Euro sparen. In einer Produktprüfung der Stiftung Warentest (Januar 2017) kosteten mit gut bewertete programmierbare Geräte ab 20 Euro, gut gewertete Modelle mit Fernzugriff ab 50 Euro.

Die Montage ist recht einfach: Der alte Knopf wird abgedreht und ein zum Außengewinde passendes schlaues Gerät besorgt. Es gibt aber auch Adapter im Handel. Das Kunststoffteil wird laut Stiftung Warentest so weit wie möglich auf das Ventil geschoben, eventuell muss man den Adapter etwas aufspreizen. Dann erst festschrauben und darauf wiederum den neuen Thermostatkopf fixieren.

(Von Simone Andrea Mayer, dpa)
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