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Geruch wie Mottenkugeln: Giftstoffe in Werkzeuggriffen

Werkzeug mit einem Kunststoffgriff ist praktisch. Doch Vorsicht: Manchmal kann der Griff Rückstände von einem krebserregenden Weichmacher enthalten, obwohl das laut Gesetz verboten ist.
Bei Werkzeug mit Holzgriffen ist PAK kein Thema. Foto: Jens Büttner Bei Werkzeug mit Holzgriffen ist PAK kein Thema. Foto: Jens Büttner
München. 

Beim Kauf von Werkzeugen mit Kunststoffgriffen sollten Handwerker genau aufpassen. Riechen sie unangenehm, etwa ein wenig beißend, kann das auf giftige Inhaltsstoffe hindeuten.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) erinnern im Geruch an jenen von Mottenkugeln, erläutert Markus Jahns vom Tüv Süd.

PAK gelangen über die Haut in den Körper. Einige der Stoffe stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. „Laut Gesetz müssen Werkzeuge frei von bestimmten PAK sein”, sagt Jahns. Haben Werkzeuge das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit, dann sind sie auf Schadstoffe wie PAK geprüft, ergänzt der Tüv-Fachmann. PAK sind Verunreinigungen in Weichmacher-Ölen. Deshalb seien vor allem weiche Griffe betroffen.

Auch die Farbe spielt eine Rolle: Ist der Kunststoff dunkel eingefärbt, besteht eher ein Risiko, dass auch PAK enthalten sein können. Der Grund: Sie werden häufig mit Hilfe von Ruß eingefärbt. „Hochwertiger Russ ist PAK-frei, günstiger dagegen nicht immer”, erklärt Jahns dazu. Bei hellen Griffen sei das Risiko einer PAK-Belastung deutlich geringer.

(dpa)
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