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Liebessymbol aus dem Garten: Mistelzweige brauchen Wirtsbaum

Küssen unterm Mistelzweig - der Brauch ist bekannt. Doch ihre wahre Bezeichnung klingt gar nicht romantisch. Denn Misteln sind eigentlich Halbparasiten.
Misteln wachsen auf einem Wirtsbaum - dafür eignen sich etwa Birke (im Bild), Apfel, Erle und Hainbuche. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Misteln wachsen auf einem Wirtsbaum - dafür eignen sich etwa Birke (im Bild), Apfel, Erle und Hainbuche.

Berlin (dpa/tmn) - Unter Mistelzweige küssen sich Verliebte zur Weihnachtszeit. Wer die Dekoration im Garten heranziehen möchte, muss wissen: Die Pflanzen sind mehr als ungewöhnlich. 

Misteln brauchen keinen Platz im Gartenboden - und nicht mal Boden. Sie wachsen als sogenannte Halbparasiten auf einem Wirtsbaum, etwa Apfel, Erle und Hainbuche. Darauf weist der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin hin.

Dafür wird eine Beere der Mistel samt ihrer klebrigen Samenhülle in eine Astgabel des Wirtsbaums gedrückt. Nach einigen Monaten entwickeln sich Wurzeln, nach ein bis zwei Jahren zeigt sich ein Trieb der Mistel. Erst mehrere Jahre später wird diese ihre typische buschige Form erlangen.

Keine Sorge: Halbparasiten werden ihren Wirtsbaum nicht töten, denn das würde auch ihr Leben beenden. Allerdings können sich die Misteln in milden Wintern stark vermehren, was letztlich dem Baum viele Nährstoffe entzieht. Daher rät der BDG, die wintergrünen Zweige mit den weißen Beeren regelmäßig zu schneiden.

(dpa)
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