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Manches Laub gehört zerkleinert

Das Laub mancher Bäume verrottet nur langsam. Dazu gehören Eichen, Platanen oder Walnussbäume, erläutert Michael Dreisvogt, Leiter der Stiftung Arboretum Park Härle in Bonn.

Das Laub mancher Bäume verrottet nur langsam. Dazu gehören Eichen, Platanen oder Walnussbäume, erläutert Michael Dreisvogt, Leiter der Stiftung Arboretum Park Härle in Bonn. „An einem trockenen Standort kann es schon mal zwei bis drei Jahre dauern, bis aus dem Laub dieser Gehölze Humus geworden ist.“ Hobbygärtner sollten daher diese Blätter im Herbst nicht einfach so auf den Kompost geben, sondern sie vorher zerkleinern. Der Experte rät, das Laub zu Bahnen oder Haufen zusammenzutragen und dann mit dem Rasenmäher darüber zu fahren. Auf dem Kompost sollte das zerkleinerte Laub mit anderen Gartenabfällen vermengt werden. Laubsaugern, die häufig auch häckseln können, steht Dreisvogt kritisch gegenüber: „Er hat den großen Nachteil, dass viele Lebewesen getötet werden.“ Der schnelle Luftsog nimmt mit dem Laub auch Kleinstlebewesen wie Käfer, Spinnen, Tausendfüßler, Asseln und Amphibien auf. Wie schnell Blätter verrotten, hängt von ihrer Zellstruktur und vom Gehalt an Gerbsäure ab. Das dünnzellige Laub von Linden oder Hainbuchen zum Beispiel verrottet schneller: Es ist bereits Ende November bis Anfang Dezember angefault und im kommenden Frühjahr in Humus umgewandelt.

(dpa)
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