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Miele stellt Dialoggarer auf der IFA vor

Es gibt Backöfen, Mikrowellen, Dampfgarer - und nun den Dialoggarer. Miele hat zur IFA eine neue Geräteart für die Küche vorgestellt. Sie soll bessere Ergebnisse in weniger Zeit liefern. Damit soll auch im Hobbybereich experimentelle Küche einfach werden.
Sieht aus wie ein Backofen, ist aber eine völlig neue Produktart: Miele hat zur IFA den sogenannten Dialoggarer vorgestellt. Foto: Simone A. Mayer/dpa-tmn Sieht aus wie ein Backofen, ist aber eine völlig neue Produktart: Miele hat zur IFA den sogenannten Dialoggarer vorgestellt.
Berlin. 

Miele hat zur Elektronikmesse IFA in Berlin (1.-6. September) eine neue Geräteart für die Küche präsentiert. Der Dialoggarer ist eine eigene Produktgattung neben Backofen, Dampfgarer und Mikrowelle.

Der Dialoggarer bietet den Angaben zufolge eine neue Technologie zum Garen, die Speisen gleichmäßiger zubereiten kann und dabei bis zu 70 Prozent weniger Zeit benötigt.

Bei einer Demonstration vor Beginn der Messe wurde zum Beispiel Fleisch zeitgleich mit wesentlich empfindlicheren Tomaten zubereitet - ohne Qualitätsverluste bei einer der Zutaten.

Möglich ist das durch elektromagnetische Wellen, die mit wechselnden Frequenzen in Kombination der bekannten Betriebsarten wie Ober-/Unterhitze tief in Speisen vordringen. Während bei anderen Technologien in herkömmlichen Backöfen oder Mikrowellen das äußere schon länger gart, während das Innere noch kalt ist, wird hier das gesamte Lebensmittel gleichmäßig erhitzt. So können zum Beispiel Brote ohne Kruste oder Braunfärbung gebacken oder tiefgekühlte Sahnetorten innerhalb von 30 Minuten ohne Verlaufen und Qualitätsverluste aufgetaut werden.

Zugleich überwachen hoch entwickelte Sensoren das Gargut konstant und berechnen auf das Joule genau, wie viel Wärmeenergie sich im Lebensmittel befinde. Innerhalb von Millisekunden können Veränderungen am Gargut registriert und die Zubereitung angepasst werden. Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Miele, nannte es „ein Zwiegespräch mit dem Essen” und seinem Garpunkt.

Mit der neuen Garmethode sind viele Speisen der experimentellen Küche auch im Hobbybereich möglich. Köche demonstrierten am Rande der Präsentation zum Beispiel das vollständige Garen eines Fischfilets in einem hohlen Block aus purem Eis, der währenddessen nicht wegschmolz. Grundsätzlich gehe es dem Unternehmen mit dem Gerät aber um erhebliche Zeitersparnis und bessere Ergebnisse beim üblichen Kochvorgang in der Privatküche, so eine Firmensprecherin. Zum Beispiel Volumenzunahme vom Teig beim Backen oder gleichmäßigeres Garen von Fleisch.

Das Gerät der oberen Preisklasse soll für rund 8000 Euro ab April 2018 in den Handel kommen. Die Entwicklung hat sieben Jahre gedauert.

(dpa)
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