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Ratgeber: Mieter hat Hausrecht an gemieteter Wohnung

Vermieter dürfen einen Zweitschlüssel besitzen und jederzeit die Wohnung des Mieters betreten? Wer das annimmt, irrt gewaltig. Denn das Hausrecht liegt ausschließlich beim Mieter.
Das unbefugte Betreten einer Mietwohnung ist grundsätzlich verboten. Dies gilt auch für den Vermieter oder die Hausverwaltung. Foto: Friso Gentsch Das unbefugte Betreten einer Mietwohnung ist grundsätzlich verboten. Dies gilt auch für den Vermieter oder die Hausverwaltung.
Berlin. 

Das Hausrecht an der gemieteten Wohnung hat ausschließlich der Mieter. Das heißt: Er entscheidet, wer die Wohnung betreten darf und wer nicht, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin.

Er darf Dritte im Zweifel hindern, in seine Mietwohnung zu gelangen. Auch der Vermieter, der gegen den Willen des Mieters die Wohnung besichtigen will, darf rausgeschmissen werden. Der Mieter, der seinen allzu neugierigen Vermieter packt und aus dem Haus trägt, kann auch nicht gekündigt werden, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) (Az.: VIII ZR 289/13).

Wer unbefugt in die Mieterwohnung geht oder sich dort aufhält, begeht Hausfriedensbruch und kann bestraft werden. Das gilt genauso für den Vermieter, wie für den Hausmeister oder Hausverwalter. Ohne Wissen des Mieters dürfen auch diese Personen die Wohnung nicht betreten. Sie haben daher kein Recht auf einen Zweitschlüssel, so der Mieterbund. Nutzt der Vermieter dennoch einen Zweitschlüssel, um in Abwesenheit des Mieters in die Wohnung zu gelangen, hat dieser das Recht, die Türschlösser auszutauschen oder fristlos zu kündigen.

Der Vermieter darf seinem Mieter auch keine Vorschriften über den Empfang von Besuchern machen. Das Hausrecht des Mieters erstreckt sich sowohl auf die Wohnung selbst als auch auf die Zugänge zur Wohnung.

(dpa)

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