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Waschen darf zu Hause jeder

Schmutzige Wäsche muss gewaschen werden. Daher dürfen Mieter in ihrer Wohnung auch eine Waschmaschine aufstellen. Und zwar auch dann, wenn das im Formularmietvertrag eigentlich untersagt ist, weil im Keller des Mietshauses eine Waschmaschine zur Verfügung steht. Das entschied zumindest das Amtsgericht Eschweiler (Az.: 26 C 268/12), wie der Deutsche Mieterbund (DMB) mitteilte. Allerdings könne der Vermieter den Betrieb der Waschmaschine aus wichtigem Grund untersagen. Ein solcher wichtiger Grund liegt aber nicht vor, wenn es in den vergangenen zweieinhalb Jahren zwar zweimal im Haus zu einer Verstopfung der Abflussrohre gekommen ist, deren Ursachen aber nicht hinreichend geklärt werden konnten.

Wer waschen will,
darf auch lärmen

Auch Lärm von Waschmaschinen und Wäschetrocknern der Nachbarn müssen Mieter ertragen. Denn diese Geräusche sind nach Ansicht des Landgerichts Freiburg sozialadäquat (Az.: 9 S 60/13). Das gelte vor allem dann, wenn die Geräte unter Berücksichtigung der gebotenen Rücksichtnahme, gegebenenfalls konkretisiert durch in der Hausordnung festgelegte Ruhezeiten, benutzt werden. Die Gefahr von möglichen Schäden, beispielsweise durch austretendes Wasser, sah das Landgericht als gering an, zumal Mieter verpflichtet seien, eine Überwachung der Waschmaschine während des Betriebes sicherzustellen. dpa

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