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70-Tage-Regel für kurzfristig Beschäftigte wird verlängert

Während der Erntezeit ist der Arbeitsbedarf in der Landwirtschaft am höchsten. Ganz zur Freude von Gärtnern und Landwirten dürfen Saisonkräfte weiterhin 70 Tage lang als kurzfristig beschäftigte arbeiten.
In Deutschland arbeiten in der Erntezeit viele Saisonarbeiter als kurzfristig Beschäftigte. Foto: Karl-Josef Hildenbrand In Deutschland arbeiten in der Erntezeit viele Saisonarbeiter als kurzfristig Beschäftigte.
Berlin. 

Erntehelfer in der Landwirtschaft und andere

Saisonarbeitskräfte gelten weiterhin 70 Tage lang als kurzfristig

beschäftigt. Die große Koalition beschloss eine unbefristete

Verlängerung der sogenannten 70-Tage-Regelung.

„Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass die Regelung der Ausweitung von 50 auf 70 Arbeitstage bisher von vielen Betrieben, insbesondere im Obst- und Gemüseanbau, in Anspruch genommen wurde”, teilte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) mit. Sie freue sich, dass sie mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Einigung erzielt habe.

Landwirte und Gärtner hätten so bessere Chancen, qualifizierte

Saisonarbeitskräfte für die ganze Erntesaison zu gewinnen, sagte

Klöckner. „Und für ausländische Saisonarbeitskräfte bleibt es

attraktiv, für eine Saisontätigkeit nach Deutschland zu kommen.” Der

Bauernverband begrüßte die Regelung.

Der Arbeitsbedarf zum Beispiel in der Landwirtschaft ist etwa zur

Erntezeit viel höher als sonst. Die Unternehmen decken ihn oft mit

Hilfskräften etwa aus Polen und Rumänien. Eigentlich hätten ab Januar

2019 wieder 50 Tage als Grenze für die kurzfristige Beschäftigung

gelten sollen. Kurzfristig Beschäftigte dürfen versicherungs- und

beitragsfrei eingestellt werden. Mit der Einführung des Mindestlohns

2015 wurden die Arbeitstags-Grenzen für eine kurzfristige

Beschäftigung zunächst befristet bis Ende 2018 verlängert.

(dpa)
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