Arbeitszeitbetrug rechtfertigt fristlose Kündigung

Zwischen Arbeitgeber und -nehmer muss zumindest ein gewisses Vertrauen bestehen. So zum Beispiel, wenn es um das Eintragen von Arbeitsstunden geht. Schummelt der Mitarbeiter hierbei, darf er rausgeschmissen werden.
versenden drucken
Mainz. 

Arbeitnehmer müssen hinsichtlich ihrer Arbeitszeit stets korrekte Angaben machen. Andernfalls riskieren sie eine fristlose Kündigung. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az.: 10 Sa 270/12). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In dem verhandelten Fall war einer Angestellten gekündigt worden, die in einem Museum an der Kasse arbeitete. Dort mussten die Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten selbst in sogenannte Zeitsummenkarten eintragen. Die Kassiererin hatte mehrfach Arbeitsstunden an Tagen eingetragen, an denen sie nachweislich nicht im Museum war. Als der Arbeitgeber davon erfuhr, kündigte er der Frau fristlos. Die Mitarbeiterin zog daraufhin vor Gericht.

Ohne Erfolg. Gestatte der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern, die Arbeitszeit selbst zu dokumentieren, muss er sich darauf verlassen können, dass sie korrekte Angaben machen. Wer dieses Vertrauen vorsätzlich missbraucht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Dem Arbeitgeber ist in so einem Fall nicht zuzumuten, das Arbeitsverhältnis weiter fortzusetzen.

Mitarbeiter können sich auch nicht darauf berufen, dass sie sich falsch erinnern und aus Versehen falsche Angaben gemacht haben. Der Arbeitgeber dürfe davon ausgehen, dass der Eintrag in die Zeitsummenkarten korrekt und zeitnah erfolge.

Zur Startseite
versenden drucken
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Mit * gekennzeichnete Felder, sind Pflichtfelder!

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wieviel ist 1 + 1: 




article
570484
Arbeitszeitbetrug rechtfertigt fristlose Kündigung
Zwischen Arbeitgeber und -nehmer muss zumindest ein gewisses Vertrauen bestehen. So zum Beispiel, wenn es um das Eintragen von Arbeitsstunden geht. Schummelt der Mitarbeiter hierbei, darf er rausgeschmissen werden.
http://www.fnp.de/ratgeber/karriere/Arbeitszeitbetrug-rechtfertigt-fristlose-Kuendigung;art370,570484
04.07.2013
http://static2.fnp.de/storage/pic/importe/dpa/serviceline/beruf_bildung/recht_im_beruf/333594_0_urn-newsml-dpa-com-20090101-130704-99-04125_large_4_3.jpg?version=1372944326
Arbeit, Recht, Beruf, Ratgeber
Karriere

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, epd, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2014 Frankfurter Neue Presse