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Berufsunfähigkeits-Police lohnt sich auch für junge Menschen

Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung helfen Menschen, die aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr in ihrem Job arbeiten können. Doch was sollten junge Menschen beachten, wenn sie eine sogenannte BU-Police abschließen wollen?
Vorerkrankungen muss der Versicherungsnehmer angeben - tut er das nicht, kann er den kompletten Versicherungsschutz verlieren. Foto: Jens Büttner Vorerkrankungen muss der Versicherungsnehmer angeben - tut er das nicht, kann er den kompletten Versicherungsschutz verlieren.
Berlin. 

Bereits Auszubildende und Studierende können eine Berufsunfähigkeits-Police (BU) abschließen. Der Vorteil für junge Menschen: Wenn sie in jungem Alter den Versicherungsvertrag unterschreiben, kann sich das stark auf die Höhe ihrer Beiträge auswirken.

Darauf weist die Stiftung Warentest hin, die für ihre Zeitschrift „Finanztest” (Ausgabe 9/2018) 44 Tarife für Studierende und Auszubildende von insgesamt 38 Versicherern untersucht hat.

Bei mehreren Versicherern können junge Menschen mit sogenannten Starterpolicen einsteigen. Sie zahlen dann zunächst geringere Beiträge, die sich erst im Laufe der Jahre steigern - oft liegen sie zu Beginn bei 28 bis 42 Euro im Monat. Über die Gesamtlaufzeit betrachtet, zahlen junge Menschen oft nicht wesentlich mehr als Versicherte, die erst später ihre Police abschließen. Dafür profitieren sie aber länger vom Versicherungsschutz. Allerdings ist laut Stiftung Warentest wichtig, dass der Wechsel in den Normaltarif ohne eine erneute Gesundheitsprüfung möglich sein sollte.

Junge Menschen sollten laut Empfehlung der Warentester außerdem ihren Versicherungsschutz bis zum Rentenbeginn abschließen - auch wenn die Police dadurch etwas teurer wird. Außerdem sei wichtig, alle Gesundheitsfragen richtig zu beantworten - anderenfalls könne man den kompletten Versicherungsschutz verlieren. Wer Vorerkrankungen hat, muss diese angeben. Ist unklar, wie der Versicherer mit einzelnen Vorerkrankungen umgeht, kann ein unabhängiger Versicherungsberater vorab beim Versicherer eine anonyme Risikovoranfrage stellen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Menschen, die aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr in ihrem Job arbeiten können, vor den finanziellen Folgen. Die besten Angebote für junge Menschen haben derzeit laut „Finanztest” die Anbieter Barmenia (Testnote 0,9), SDK (Testnote 1,3) und Volkswohl Bund (Testnote 1,3). Auch Provinzial Nordwest schnitt sehr gut ab (Testnote 1,2), allerdings gibt es diese Police nur regional eingeschränkt.

(dpa)
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