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Stressfaktor: Die Folgen ständiger Erreichbarkeit sind Typfrage

Ständig erreichbar und immer unter Strom: Manche Arbeitnehmer spornt das zusätzlich an, andere werden krank. Wer nicht langfristig unter Belastungen leiden will, stellt sich selbst Regeln auf.
Ständige Erreichbarkeit kann auf Dauer zum Stressfaktor werden. Sich selbst Regeln zu setzen, kann helfen. Foto: Monika Skolimowska Ständige Erreichbarkeit kann auf Dauer zum Stressfaktor werden. Sich selbst Regeln zu setzen, kann helfen.
Konstanz. 

E-Mails nach Feierabend und dringende Anrufe im Urlaub: Ständige Erreichbarkeit kann krank machen. Erst psychisch und dann auch physisch, wie Utz Niklas Walter erklärt:

„Das bedeutet Stress, und der kann immer auch körperliche Folgen haben”, sagt der Experte vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) in Konstanz. Wie sich die Dauer-Erreichbarkeit genau auswirkt, sei aber auch eine Typfrage. „Manche schöpfen daraus sogar positive Energie.”

Diesen Effekt gibt es allerdings vor allem kurzfristig, nicht ein Leben lang. „Insgesamt überwiegen die negativen Folgen”, sagt Walter. Wer im Job dauerhaft erreichbar sein muss oder will, sollte daher für sich selbst genaue Grenzen festlegen. Denn die eine Patentlösung gibt es nicht. Für manchen kann es deshalb okay sein, am Wochenende noch in die E-Mails zu gucken - solange dafür beispielsweise unter der Woche das Job-Postfach nach 20.00 Uhr zu bleibt.

Zudem hilft es, der Belastung durch Erreichbarkeit aktiv entgegenzuwirken. „Je mehr Ressourcen mir zur Verfügung stehen, desto besser kann ich mit Stress umgehen”, sagt Walter. Körperliche Fitness kann da zum Beispiel eine große Hilfe sein, durch Bewegung oder eine gesunde Ernährung oder soziale Unterstützung durch Freunde und Familie.

(dpa)

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