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E-Mail-Tretminen im persönlichen Gespräch entschärfen

Kritische Worte in einer Mail können Kollegen unter Umständen falsch verstehen. Daher ist es sinnvoll, nicht mit einem ähnlichen Wortlaut per Mail zu antworten, sondern lieber das persönliche Gespräch zu suchen.
Am Arbeitsplatz kann es vorkommen, dass Arbeitnehmer die eine oder andere unsachliche Mail bekommen. Fotos: Franziska Gabbert Foto: Franziska Gabbert Am Arbeitsplatz kann es vorkommen, dass Arbeitnehmer die eine oder andere unsachliche Mail bekommen. Fotos: Franziska Gabbert
Hamburg. 

Wer sich durch E-Mails von Kollegen provoziert oder angegriffen fühlt, sollte das nicht mit gleicher Münze zurückzahlen. Besser ist es, das Medium oder wenigstens den Tonfall zu wechseln, schreibt Führungskräfte-Coach David Maxfield im „Harvard Business Manager”.

„Tretminen” nennt der Sozialwissenschaftler solche bösartigen E-Mails - Nachrichten also, mit denen die Absender zum Beispiel persönlichen Konflikten aus dem Weg gehen oder Beweise für spätere Auseinandersetzungen sichern wollen.

Auf solche Mails verärgert zu reagieren, sei verständlich. Besser ist aber, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Am besten schreibt man daher gar keine Mail zurück - sondern vereinbart stattdessen einen Termin für ein Telefonat oder ein persönliches Treffen. So lässt sich die Tretmine oft noch entschärfen.

Wer stattdessen doch eine elektronische Nachricht schreiben muss oder will, sollte auf einen respektvollen Tonfall achten. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass man mit einem Satz wie „Ich wünsche mir ein Ergebnis, mit dem wir beide leben können” beginnt. Zudem hilft es in solchen E-Mails, sich streng auf die Fakten eines Konflikts zu konzentrieren. Urteile und Schlussfolgerungen sollte man also zunächst weglassen.

(dpa)
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