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Expertin: Bei Geschäftsessen nicht gleich zur Sache kommen

Im Beruf sind Geschäftsessen keine Seltenheit. Wie in allen Lebensbereichen gibt es auch hier bestimmte Verhaltensregeln. Die sollten nicht nur Arbeitnehmer kennen.
Carolin Lüdemann ist Karrierecoach und berät unter anderem über souveränes Auftreten im Job und gekonntes Führen von Smalltalk. Foto: Carolin Lüdemann Business-Coaching & Training/dpa Carolin Lüdemann ist Karrierecoach und berät unter anderem über souveränes Auftreten im Job und gekonntes Führen von Smalltalk. Foto: Carolin Lüdemann Business-Coaching & Training/dpa
Heilbronn. 

Bei einem Geschäftsessen sollten Teilnehmer nicht direkt nach dem Hinsetzen über das Geschäft sprechen. Der richtige Zeitpunkt dafür sei nach dem Hauptgang gekommen, sagt Karrierecoach Carolin Lüdemann aus Flein nahe Heilbronn.

Vorher ist Zeit, um zu plaudern und das Essen zu genießen. Es gehe schließlich auch um eine Intensivierung des Kontakts, sagt Lüdemann. Wer spricht das Geschäftliche an? Bei Mitarbeitergesprächen ist es der Vorgesetzte, der das Gespräch irgendwann auf dieses Thema lenkt. Zwischen Geschäftspartnern sollte derjenige die Initiative ergreifen, der den Termin vorgeschlagen hat. Es sei aber auch kein Fauxpas, wenn der andere als Erster das Geschäftliche anspricht. „Das ist eher eine Grauzone”, sagt Lüdemann.

Bleibt noch die Frage, wer die Rechnung bezahlt? Hier lautet die Antwort: Derjenige, der den Termin vorschlägt, ist gewissermaßen der Gastgeber und sollte die Rechnung übernehmen.

Manchmal ist aber nicht klar, wer das Geschäftsessen vorgeschlagen hat. Dann gibt es weitere Zeichen, auf die man achten kann: Wer das Lokal ausgesucht hat oder es als Erster betritt und beim Kellner nach dem Tisch fragt, übernimmt quasi die Rolle des Gastgebers - und damit auch das Bezahlen des Essens am Schluss.

(dpa)
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