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Falsche Bescheidenheit funktioniert nicht im Job

Weder Angeberei noch falsche Bescheidenheit gelten als besonders symphatisches Verhalten. Im Beruf kommt aber sogenanntes „Humblebragging” besonders schlecht an, wie eine Studie zeigt.
Selbstgefälligkeit mit falscher Bescheidenheit zu tarnen, kommt bei Arbeitgebern und Kollegen nicht gut an. Foto: Monique Wüstenhagen Selbstgefälligkeit mit falscher Bescheidenheit zu tarnen, kommt bei Arbeitgebern und Kollegen nicht gut an.
Weinheim. 

Großkotzige Prahlerei ist im Job meistens verpönt. Deshalb maskieren manche Berufstätige ihre Angeberei mit falscher Bescheidenheit - auch „Humblebragging” genannt, nach den zwei englischen Wörtern für „Bescheidenheit” und „Prahlerei”.

Diese Strategie funktioniert allerdings nicht. Das zeigt eine Studie aus den USA, über die die Zeitschrift „Psychologie Heute” (Ausgabe 4/2018) berichtet. Wer sich mit falscher Bescheidenheit schmückt, wirkt demnach weniger sympathisch und kompetent als jemand, der das nicht tut. Damit ist Humblebragging sogar schädlicher als echte, unverstellte Angeberei.

Nach Angaben der US-Forscher gibt es zwei Varianten des Humblebragging: erstens als vermeintliche Beschwerde im Stil von „Es ist so anstrengend, der einzige zu sein, dem mein Chef diese Arbeit zutraut”, und zweitens mit scheinbarer Demut, etwa so: „Unfassbar, dass ausgerechnet ich diesen Preis bekommen und eine Rede vor Tausenden von Leuten halten soll.”

Die erste Variante kommt dabei in der Praxis etwas häufiger vor, so die Experten - ist allerdings sogar noch unwirksamer als die zweite.

(dpa)
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