Frauen sollten öfter übers Gehalt verhandeln

Von wegen Geschlechtergleichheit: Beim Thema Gehalt gilt sie noch nicht. Frauen verdienen nach wie vor weniger. Um mehr zu bekommen, sollten sie bei Gehaltsverhandlungen nicht bescheiden sein. Und das Thema ruhig von sich aus ansprechen.
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Hamburg. 

Von wegen Geschlechtergleichheit: Beim Thema Gehalt gilt sie noch nicht. Frauen verdienen nach wie vor weniger. Um mehr zu bekommen, sollten sie bei Gehaltsverhandlungen nicht bescheiden sein. Und das Thema ruhig von sich aus ansprechen.

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Im gleichen Job und bei gleicher Qualifikation bekommen sie zurzeit nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch (21. März) pro Stunde rund acht Prozent brutto weniger.

"Frauen sind in Gehaltsverhandlungen oft zu bescheiden", sagt die Karriereberaterin Barbara Schneider aus Hamburg. Sie rät Frauen, offensiver zu sein: "Wenn ich 60 000 als Jahresgehalt haben möchte, dann würde ich zunächst einmal 65 000 verlangen."

Außerdem sollten Frauen regelmäßiger an der Tür des Chefs kratzen. Statt zu hoffen, dass der Vorgesetze den guten Abschluss eines Projekts von sich aus honoriert, sollten Frauen lieber selbst auf ihren Boss zugehen und mehr Gehalt verlangen. Dabei gilt jedoch, nur gut vorbereitet in eine Gehaltsverhandlung zu gehen. "Ich würde auf jeden Fall vor dem Gespräch einen Probelauf machen", so Schneider. So könne sich die Arbeitnehmerin auf mögliche Einwände des Chefs gegen die Gehaltserhöhung besser vorbereiten.

Den Angaben des Statistischen Bundesamtes nach lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen im vergangenen Jahr sogar um 23 Prozent niedriger als der der Männer. Dieser Satz kommt dadurch zustande, dass Frauen oft in Berufen arbeiten, die schlechter bezahlt sind - und häufiger in Teilzeit. Nach Angaben der Statistiker hat sich an der Verdienststruktur in den vergangenen Jahren nichts geändert.

Häufig zögen sich Frauen bei einem "Nein" des Vorgesetzten in einer Gehaltsverhandlung zu schnell enttäuscht in ihr Schneckenhaus zurück, sagt Schneider. Statt beleidigt zu sein, sollten Frauen die Niederlage sportlich sehen und den Chef nach Alternativen zur Gehaltserhöhung fragen. So könne man etwa statt mehr Gehalt zum Beispiel eine Weiterbildung oder eine andere Prämie fordern, schlägt Schneider vor. Sind auch diese Forderungen nicht durchsetzbar, sollten Frauen mit dem Chef zumindest vereinbaren, welche Ziele sie erreichen müssen, damit sie eine Gehaltserhöhung bekommen.

(dpa)
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21.03.2012
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