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Job-Tandems brauchen vier bis sechs Monate Anlaufzeit

Jobsharing bedeutet, dass sich zwei Menschen einen Arbeitsplatz teilen. Das erfordert viel Organisation und genaue Absprachen. Ein Job-Tandem sollte daher eine längere Startphase einplanen.
Zwei Mitarbeiter, die gemeinsam eine Stelle so ausfüllen, als wären sie verschmolzen: Das ist das Prinzip von Jobsharing. Foto: Alexander Heinl Zwei Mitarbeiter, die gemeinsam eine Stelle so ausfüllen, als wären sie verschmolzen: Das ist das Prinzip von Jobsharing.
Berlin. 

Berufstätige können sich Arbeitsplätze teilen - Jobsharing nennt sich das. Bis ein solches Tandem richtig gut rollt, sollten Arbeitnehmer aber etwas Eingewöhnungszeit einplanen. Im Schnitt sind es vier bis sechs Monate.

Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass sowohl die Tandemfahrer als auch ihre Kollegen viel Feedback einholen und offen über Fehler und Probleme sprechen, schreibt Yannic Franken von der Unternehmensberatung The Job Sharing Hub im „Personalmagazin” (Ausgabe 3/2018).

Eines der häufigsten Probleme beim Jobsharing ist, dass für die Kollegen nicht klar ist, welcher Tandem-Fahrer für welches Thema zuständig ist. Doch das lässt sich umgehen: Besser ist es oft, den gemeinsamen Arbeitsplatz eben nicht aufzuteilen, sondern ihn konsequent gemeinsam zu besetzen, raten die Experten. Beide Arbeitnehmer beantworten also alle Fragen und übernehmen alle Aufgaben.

Für Kollegen und Vorgesetzte ist die Zusammenarbeit mit einem solchen Tandem deutlich leichter. Für die Jobsharer selbst steigen dadurch allerdings die Anforderungen: So brauchen sie zum Beispiel gute Übergaben und ein sauberes Management von Aufgaben und Projekten. Gerade bei einem solchen Tandem-Modell ist die Eingewöhnungsphase daher besonders wichtig.

(dpa)
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