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Keine Lehrstelle? Im Sommer Einstiegsqualifizierung suchen

Der Start des Ausbildungsjahres rückt näher. Wenn keine Lehrstelle in Sicht ist, kann eine Einstiegsqualifizierung eine Alternative sein. Im besten Fall wird sie zum Sprungbrett in eine Berufsausbildung.
Nicht jeder findet auf Anhieb einen Ausbildungsplatz. In solchen Fällen ist die Einstiegsqualifizierung (EQ) eine gute Alternative. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa Nicht jeder findet auf Anhieb einen Ausbildungsplatz. In solchen Fällen ist die Einstiegsqualifizierung (EQ) eine gute Alternative. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Nürnberg. 

Wer keinen Ausbildungsplatz findet, kann über eine sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ) den Weg in eine Lehre suchen. Jugendliche sollten sich schon im Sommer darum kümmern, wenn absehbar ist, dass sie wahrscheinlich keine Lehrstelle bekommen.

Eine EQ ist ein betriebliches Praktikum für Schulabgänger, bei dem der Arbeitgeber von der Arbeitsagentur einen Zuschuss für Entgelt und Versicherung des Teilnehmers erhält. Sie sei für Jugendliche gedacht, die in der Bewerbungsphase bemerken, dass sie wohl keine Chance auf eine Ausbildungsstelle haben, erläutert Susanne Eikemeier von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Eikemeier rät dazu, in einem solchen Fall idealerweise spätestens im August bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter in der Nähe einen Termin zu vereinbaren. „Die Kollegen fragen nach dem beruflichen Interesse und suchen dann passende Firmen, die keinen Azubi gefunden haben.” Denen schlagen sie vor, dem Jugendlichen eine EQ anzubieten.

Eine EQ kann frühestens am 1. Oktober beginnen und dauert sechs bis maximal zwölf Monate. Die Teilnehmer sind praktisch im Betrieb tätig, besuchen die Berufsschule und erhalten eine Vergütung. Jugendliche bekommen auf diesem Wege die Chance, losgelöst von ihren Schulnoten mit Engagement und Leistung den Betrieb zu überzeugen.

Die Betriebe haben bis zu ein Jahr lang Zeit, um zu schauen, ob der EQ-Teilnehmer zu ihnen passt. Zugleich kann der Jugendliche schauen, ob er die Firma und den Beruf interessant findet.

Die Maßnahme richtet sich auch an sozial benachteiligte und lernbeeinträchtigte junge Menschen im Alter bis 25 Jahre - und in begründeten Ausnahmefällen, beispielsweise nach längerer Krankheit, auch darüber hinaus. Im besten Fall entwickelt sich aus einer Einstiegsqualifizierung ein Ausbildungsverhältnis. Nach Angaben der Bundesagentur beträgt die Übergangsquote mehr als 60 Prozent.

(dpa)
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